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Demoroute der Nazigegner weiter unklar

Dresden. Es ist der größte regelmäßige Aufmarsch von Neonazis in Europa. Angeführt von der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschlands (JLO) und der NPD werden auch am kommenden Samstag in Dresden bis zu 5000 Rechtsradikale erwartet. Mit einem »Trauermarsch« wollen diese an die deutschen Opfer der alliierten Luftangriffe 1945 in Dresden erinnern.

Unter dem Titel »No Pasarán! Kein Ort für die Verdrehung der Geschichte« rufen antifaschistische Kräfte aus dem gesamten Bundesgebiet zu einer Gegendemonstration auf. Dazu würden auch Antifaschisten aus Österreich, Polen und Tschechien erwartet, so Tim Laumeyer, Sprecher der Antifaschistischen Linken Berlin. Ob sie wie geplant um 11 Uhr am Hauptbahnhof beginnen kann, ist weiter unklar. Vor wenigen Tagen hatte das Ordnungsamt die Demo vom Hauptbahnhof und aus der Innenstadt verbannt. Gleichzeitig wurde den Neonazis das Areal rund um den Hauptbahnhof zugesprochen. Dort liegt auch die Hans-Dankner-Straße, die an einen jüdischen Kommunisten erinnert, der von den Nazis ermordet wurde. Rechtsanwalt Robert Uhlemann hat im Namen von »No Pasarán« Klage gegen die Entscheidung eingereicht. Das Urteil steht noch aus.
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.02.2009, Seite 15, Antifaschismus

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