-
11.02.2009
- → Antifaschismus
Demoroute der Nazigegner weiter unklar
Dresden. Es ist der größte regelmäßige Aufmarsch von Neonazis in Europa. Angeführt von der Jungen Landsmannschaft Ostdeutschlands (JLO) und der NPD werden auch am kommenden Samstag in Dresden bis zu 5000 Rechtsradikale erwartet. Mit einem »Trauermarsch« wollen diese an die deutschen Opfer der alliierten Luftangriffe 1945 in Dresden erinnern.
Unter dem Titel »No Pasarán! Kein Ort für die Verdrehung der Geschichte« rufen antifaschistische Kräfte aus dem gesamten Bundesgebiet zu einer Gegendemonstration auf. Dazu würden auch Antifaschisten aus Österreich, Polen und Tschechien erwartet, so Tim Laumeyer, Sprecher der Antifaschistischen Linken Berlin. Ob sie wie geplant um 11 Uhr am Hauptbahnhof beginnen kann, ist weiter unklar. Vor wenigen Tagen hatte das Ordnungsamt die Demo vom Hauptbahnhof und aus der Innenstadt verbannt. Gleichzeitig wurde den Neonazis das Areal rund um den Hauptbahnhof zugesprochen. Dort liegt auch die Hans-Dankner-Straße, die an einen jüdischen Kommunisten erinnert, der von den Nazis ermordet wurde. Rechtsanwalt Robert Uhlemann hat im Namen von »No Pasarán« Klage gegen die Entscheidung eingereicht. Das Urteil steht noch aus.
Unter dem Titel »No Pasarán! Kein Ort für die Verdrehung der Geschichte« rufen antifaschistische Kräfte aus dem gesamten Bundesgebiet zu einer Gegendemonstration auf. Dazu würden auch Antifaschisten aus Österreich, Polen und Tschechien erwartet, so Tim Laumeyer, Sprecher der Antifaschistischen Linken Berlin. Ob sie wie geplant um 11 Uhr am Hauptbahnhof beginnen kann, ist weiter unklar. Vor wenigen Tagen hatte das Ordnungsamt die Demo vom Hauptbahnhof und aus der Innenstadt verbannt. Gleichzeitig wurde den Neonazis das Areal rund um den Hauptbahnhof zugesprochen. Dort liegt auch die Hans-Dankner-Straße, die an einen jüdischen Kommunisten erinnert, der von den Nazis ermordet wurde. Rechtsanwalt Robert Uhlemann hat im Namen von »No Pasarán« Klage gegen die Entscheidung eingereicht. Das Urteil steht noch aus.
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Antifaschismus
→ mehr von
Florian Osuch