Gegründet 1947 Dienstag, 22. Oktober 2019, Nr. 245
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 29.01.2009, Seite 9 / Kapital & Arbeit

IWF-Chef kritisiert Konjunkturpakete

Hamburg. Der Kampf gegen die weltweite Wirtschaftskrise könnte nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Finanzkraft vieler Länder überfordern. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn sagte der Zeit laut Vorabmeldung vom Donnerstag: »Es gibt Staaten, deren Finanzen sind in einem sehr schlechten Zustand. Es gibt solche Staaten auch in der industrialisierten Welt, auch in Europa und sogar in der Europäischen Währungsunion.« Nicht jeder könne es sich leisten, Konjunkturprogramm aufzulegen.

Strauss-Kahn warnte auch vor Spannungen im europäischen Währungsraum. »Die Euro-Zone braucht mehr wirtschaftliche Koordination, sonst werden die Unterschiede zwischen den Staaten zu groß und die Stabilität des Währungsraums ist in Gefahr.« Wenn ein Euro-Staat in ernste Schwierigkeiten gerate, müsse er durch Finanzhilfen gestützt werden. (AP/jW)

Mehr aus: Kapital & Arbeit