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EZB sieht keine ­Erholungstendenzen

Frankfurt/Main. Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet kein baldiges Ende der Rezession. Der EZB-Rat gehe davon aus, daß die globale Wirtschaftsschwäche und die sehr gedämpfte Binnennachfrage in den kommenden Quartalen anhalten werden, da sich die Finanzmarktspannungen weiterhin auf die Konjunktur auswirkten, schrieb die EZB in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht. Der Inflationsdruck habe vor allem aufgrund der anhaltenden Eintrübung der Wirtschaftsaussichten weiter nachgelassen. Die Risiken für die Preisstabilität seien auf mittlere Sicht »weitgehend ausgewogen«. In der vergangenen Woche hatte die EZB ihren Leitzins um weitere 50 Basispunkte auf nur noch 2,00 Prozent gesenkt. Damit summieren sich die EZB-Zinssenkungen seit Oktober vergangenen Jahres auf 225 Basispunkte. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet deutete allerdings nach der Zins­entscheidung in Frankfurt an, daß die Notenbank für Februar keinen weiteren Zinsschritt plant.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.01.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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