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Frauendemo gegen den Krieg in Gaza

Berlin. Für Sonntag ruft ein Berliner Bündnis alle Frauen mit einem internationalistischen, antimilitaristischen, libertären und emanzipatorischen Ansatz auf, sich mit den Frauen in Gaza zu solidarisieren. In dem Aufruf zur Demonstration, die um 14 Uhr am Lausitzer Platz in Berlin-Kreuzberg startet, heißt es: »Wir sind der Überzeugung, daß Frauen immer eine doppelte Last tragen und damit einen doppelten Kampf führen müssen«. Auf der einen Seite stünde der Kampf gegen Krieg und Besatzung als strukturelle Gewalt. Die Besatzung verweigere ihnen Menschenrechte wie den Anspruch auf Nahrungsmittel-, Gesundheits-, Strom- und Wasserversorgung, aber auch auf eine schulische und akademische Ausbildung. Auf der anderen Seite stünde die Konfrontation mit einer männlich dominierten Gesellschaft. »In Kriegs-, Krisen-, aber auch in Friedenszeiten werden Frauenrechte oft vernachlässigt und geraten in Vergessenheit. Sie werden zum Luxus – das darf nicht sein!« Das Bündnis fordert:

– Schluß mit jeglichen militärischen Angriffen

– Ende der Besatzung


– Aufhebung der Blockade und Öffnung aller Grenzen

– Internationale Solidarität mit allen Betroffenen von Krieg und Unterdrückung

(jW)
junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.01.2009, Seite 15, Feminismus

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