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Sonstiges

Kein Sport nirgends

Ankara. Vor dem Eurocup-Basketball-Spiel zwischen Turk Telekom Ankara und Bnei Hasharon (Israel) protestierten türkische Fans am Dienstag abend gegen Israels Einmarsch in den Gaza-Streifen. »Sie haben mit Schuhen, Feuerzeugen und Wasserflaschen geworfen. Wir mußten uns unter Polizeischutz in die Kabine verkriechen«, sagte Gäste-Kapitän Meir Tapiro. Zwischen 500 und 3000 Fans (nach türkischen bzw. israelischen Angaben) wollten in der Ankara-Atatürk-Sporthalle das Spielfeld stürmen, konnten aber von mehr als 1000 Sicherheitskräften daran gehindert werden. Das Spiel sollte vor leeren Rängen angepfiffen werden, aber die Israelis blieben in die Umkleidekabine. Deshalb wird die Vereinigung der europäischen Basketball-Ligen ULEB das Spiel voraussichtlich mit 20:0 für die Türken werten. (sid/jW)

Ballacks Konto

London. Michael Ballack hat laut FourFourTwo umgerechnet 22 Millionen Euro auf dem Konto. Mit dieser Summe führt das Magazin den Mittelfeldspieler des FC Chelsea im traditionellen Ranking der reichsten britischen und in England tätigen Profis auf Platz acht. Nummer eins ist David Beckham mit über 135 Millionen Euro vor Michael Owen (Newcastle United) mit 43 Millionen vor Wayne Rooney (Manchester United) mit 38 Millionen Euro. Bei den Klubeigentümern fiel Chelsea-Boß Roman Abramowitsch, den FourFourTwo noch mit 7,6 Milliarden Euro führt, von Platz eins auf Rang drei. Spitzenreiter ist Scheich Mansur bin Sajid Al Nahjan, neuer Besitzer von Manchester City und Chef der Abu Dhabi United Group, mit 16,5 Milliarden Euro. Auch der Inder Lakshmi Mittal (13,7 Milliarden) zog noch an Abramowitsch vorbei. Mittal hat die Kontrolle beim Zweitligisten Queen’s Park Rangers übernommen. (sid/jW)

Flug der Quoten

Bischofshofen. Im Schnitt verfolgten 6,15 Millionen Zuschauer am Dienstag in der ARD das Finale der Vierschanzentournee. In der Spitze hatten 7,65 Millionen ihr TV-Gerät eingeschaltet, um den ersten österreichischen Tournee-Sieg seit neun Jahren durch Wolfgang Loitzl zu sehen. Beim ZDF wurden die Quoten »phänomenal« genannt. »Ich hoffe, daß der Erfolg von Martin Schmitt (am Ende vierter in der Gesamtwertung, Red.) und die guten Quoten den Sendern zeigen, daß sie das richtige Produkt gekauft haben«, sagt Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Skiverbands. Auch die Vermarkter von IMG Sports Media waren es zufrieden. »Wir haben gute Aussichten, alle Sponsoren zu halten«, sagte Geschäftsführer Matthias Pietza dem Handelsblatt. Das Hauptsponsoring koste rund eine halbe Million Euro. Was ein Titelsponsor zahlen muß, liegt laut Pietza »im siebenstelligen Bereich«. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.01.2009, Seite 16, Sport

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