Zum Inhalt der Seite

Merkel warnt vor Staatsverschuldung

Düsseldorf. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts offenbar trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht aufgeben. »Wir dürfen kommenden Generationen nicht eine erdrückende Schuldenlast hinterlassen«, schrieb Merkel in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt (Dienstagsausgabe). Jede Milliarde neuer Schulden schränke den Handlungsspielraum in Zukunft weiter ein. »Bereits heute müssen wir jeden siebten Euro im Bundeshaushalt für Zinsen ausgeben. Dieses Geld fehlt uns für wichtige Zukunftsinvestitionen.«

Aus diesem Teufelskreis müsse Deutschland »in der längeren Perspektive« unbedingt heraus, schrieb Merkel. Dazu sei eine »moderne, effektive Verschuldungsregel für Bund und Länder wichtig«. Darüber diskutiere die Bundesregierung mit den Ländern in der Föderalismuskommission. An einer Neuregelung der Schuldenbegrenzung halte die Regierung eindeutig fest, bekräftigte die Bundeskanzlerin.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 30.12.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!