Gegründet 1947 Dienstag, 14. Juli 2020, Nr. 162
Die junge Welt wird von 2341 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 30.12.2008, Seite 12 / Feuilleton

Neuer Buddha

Bevor die USA die ursprünglich von ihnen unterstützte afghanische Taliban-Regierung bezichtigte, für den weltweiten Terrorismus mitverantwortlich zu sein, machte diese im März 2001 auf sich aufmerksam, als sie die Zerstörung der zwei größten Buddha-Statuen der Welt im Hindukush-Tal von Bamiyan anordnete. Mühsam wurden die 34 bzw. 55 Meter hohen Statuen kleingehauen – warum auch immer. Nun haben französische und afghanische Archäologen in dem Tal eine weitere Statue entdeckt, die die Taliban offenbar übersehen hatten, weil sie sich unter der Erde befand. Sie ist 19 Meter lang. Da freuen sich die Buddhisten und die Propagandisten.(AFP/jW)

Mehr aus: Feuilleton