Zum Inhalt der Seite

Orchesterstreiks

Am vergangenen Wochenende hat die Deutsche Orchestervereinigung (DVO) ihre Streiks gegen die Abkoppelung der Tarife vom öffentlichen Dienst ausgeweitet. 600 Musiker traten an elf Standorten in den Ausstand, darunter Braunschweig, Osnabrück, Hamburg (Staatsoper), Karlsruhe, Wiesbaden, Gießen, Hildesheim, Pforzheim und Lübeck. Vom 28. bis 30. November hatten bereits Orchester in acht Großstädten gestreikt. Bei der jüngsten Streikwelle hat die Gewerkschaft nach eigenen Angaben »Verhältnismäßigkeit« gewahrt. Weitere Orchester hatten sich beteiligen wollen, aber es sollten nicht gerade die vorweihnachtlichen Aufführungen von »Hänsel und Gretel« ausfallen.

»Der Schwung für eine weitere Steigerung ist da«, sagt DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens. Heute, 11 Uhr, soll das Arbeitsgericht Berlin über den Antrag des Deutschen Bühnenvereins auf Verbot der Streiks entscheiden. Die DOV wird auf ihrem Streikrecht bestehen.
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 23.12.2008, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen

Heute liegt der jungen Welt das achtseitige Extra »wein« kostenlos bei. Die Ausgabe erhalten Sie im gut sortierten Pressehandel für 2,50 Euro.