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Kabul: Tote nach Selbstmordanschlag

Kabul. Bei einem Selbstmordanschlag nahe der US-Botschaft in Kabul sind mindestens vier einheimische Zivilisten getötet worden. Wie ein Polizeisprecher am Donnerstag in der afghanischen Hauptstadt weiter mitteilte, gab es drei Verletzte. Das Gesundheitsministerium sprach von 18 Menschen, die ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Zu dem Attentat bekannten sich die radikalislamischen Taliban.

In Afghanistan sind Videoaufnahmen eines entführten Franzosen aufgetaucht. In dem Video, das am Donnerstag afghanischen Nachrichtenagenturen vorlag, war der Mitarbeiter einer Hilfsorganisation mit Ketten gefesselt zu sehen, während Waffen auf seine Schläfen gerichtet werden. Er stellte sich als Dany Egreteau vor und erklärte, er werde seit acht Tagen im Dunkeln festgehalten. Egreteau berichtete von einer Lösegeldforderung und bat darum, sie zu erfüllen. Seine Entführer sind nicht zu sehen. Egreteau arbeitete für die Hilfsorganisation Solidarité Laïque, die sich nach eigenen Angaben unter anderem für Bildung und Gesundheit in Afghanistan einsetzt. (AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.11.2008, Seite 6, Ausland

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