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Sonstiges

Ich Pandora-Büchse

Madrid. Cristina Perez, 43jährige Gattin des spanischen Doping-Arztes Eufemiano Fuentes, hat der Zeitung La Provincia ein fulminantes Interview gegeben. »Ich könnte den Sport in Spa­nien fertigmachen«, erklärte die frühere Leichtathletin. »Ich weiß, was bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona los war, und deswegen bin ich wie eine Pandora-Büchse, die, wenn sie sich öffnete, den ganzen Sport in Spanien in den Abgrund reißen würde.« Die Arbeit ihres Mannes habe zum »System des Weltsports« gehört. »Ihn jetzt als kriminellen Chef einer Verschwörung oder eines internationalen Doping-Netzwerkes zu bezeichnen, ist Heuchelei und beschämend – auch für den spanischen Staat.« 2006 waren im Rahmen der polizeilichen »Operacion Puerto« mehr als 200 Blutbeutel bei Fuentes beschlagnahmt worden. In den Ermittlungsakten stehen die Namen von mehr als 50 Radprofis. (sid/jW)

WM-Ramsch

Berlin. Der DFB hat am Mittwoch einen neuen Sponsoren der Frauen-Nationalmannschaft vorgestellt. Dabei erklärte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach, man wolle zum Auftakt der Frauen-WM am 26.Juni 2011 in Berlin »ein ausverkauftes Olympiastadion mit 75000 Zuschauern - das wäre im Frauenfußball Europarekord. Es ist angedacht, die Karten auch in den Supermärkten zu verkaufen.« (sid/jW)

Gerichtstermin

British Columbia. Der Oberste Gerichtshof der kanadischen Provinz British Columbia urteilt im April über die Klage von sechs der weltbesten Skispringerinnen, die ihre Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver erzwingen wollen. Wichtigstes Argument der Klägerinnen: Sie werden vom Organisationskomitee ­VANOC diskriminiert. (sid/jW)

BVB forever

Dortmund. Das Dortmunder Friedhofsamt plant auf dem Hauptfriedhof der Stadt eine spezielle Ruhestätte für Fußballfans. Die Anlage soll Platz für 80 Särge beziehungsweise 200 Urnen bieten. Ein ähnliches Areal wurde bereits in Hamburg für HSV-Anhänger angelegt. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.11.2008, Seite 16, Sport

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