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Türkei: Kinder als ­Terroristen angeklagt

Ankara. Türkische Staatsanwälte fordern Haftstrafen bis zu 23 Jahren für kurdische Kinder und Jugendliche, die im Oktober an Protesten gegen einen Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Diyarbakir teilgenommen haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag. Die sechs 13- bis 14jährigen Jungen werden beschuldigt, Steine und Molotowcocktails auf Polizisten geworfen zu haben. Die Anklage lautet auf »Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation« – gemeint ist die Arbeiterpartei Kurdistans PKK, »Verbreitung terroristischer Propaganda« und »Beschädigung öffentlichen Eigentums«.

(jW/NB)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.11.2008, Seite 2, Ausland

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