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US-Rettungspaket soll Konsum treiben

Washington. Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen ändert die scheidende US-Regierung ihr milliardenschweres »Rettungspaket« für den maroden Finanzsektor. Finanzminister Henry Paulson kündigte am Mittwoch Hilfen auch für Autobanken, Studienfinanzierer und Kreditkartengesellschaften an. Sie sollten den Verbrauchern den Zugang zu Krediten erleichtern. Damit will die Regierung den Konsum ankurbeln. Der ursprünglich geplante Aufkauf fauler Kredite ist vom Tisch. Der Kongreß hatte das Hilfspaket im Umfang von 700 Milliarden Dollar für den Finanzsektor Anfang Oktober verabschiedet.

Dem Finanzminister bleiben für kurzfristige Hilfen derzeit nur noch 60 Milliarden Dollar. Die Freigabe der zweiten Tranche von 350 Milliarden Dollar müßte Paulson beim Kongreß beantragen. Dafür habe er aber keinen Zeitplan, sagte der Finanzminister am Mittwoch. Vermutlich will er dies der neuen Regierung von Barack Obama überlassen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.11.2008, Seite 9, Kapital & Arbeit

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