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Arbeitersportlerin

Berlin. Der Berliner Fußballverein SSV Köpenick-Oberspree wird am kommenden Samstag die Antifaschistin Käthe Tucholla ehren (1910–1943), die am 28. September vor 65 Jahren ermordet wurde. Das 2000-Zuschauer-Stadion des Landesligisten trägt ihren Namen. Beim Verein Sparta Lichtenberg, wo sie Feldhockey spielte, lernte die Sekretärin ihren späteren Ehemann, den Fußballer und Kommunisten Felix Tucholla, kennen. Die beiden engagierten sich in der »Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit«. Nach der faschistischen Machtübernahme verbreiteten sie im Umfeld der Gruppe um Robert Uhrig antifaschistische Literatur, beschafften Quartiere für verfolgte Antifaschisten, unterstützten einen sowjetischen Kundschafter. Im Juli 1942 wurden Felix und Käthe Tucholla von der Gestapo verhaftet. Zusammen mit 292 anderen Männern und Frauen wurden sie während der Plötzenseer Blutwoche im September 1943 hingerichtet. Die Ehrung für Käthe Tucholla findet am Samstag in der Halbzeitpause statt, 14.45 Uhr an der Gedenkwand am Bruno-Bürgel-Weg.
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.10.2008, Seite 16, Sport

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