-
23.09.2008
- → Inland
Volksbegehren pro Religionsunterricht
Berlin. Mit einer großangelegten Kampagne hat die Initiative »Pro Reli« am Montag die zweite Phase des Volksbegehrens für ein Wahlpflichtfach Religion gestartet. Etwa 1500 ehrenamtliche Helfer seien bereit, in den nächsten vier Monaten auf Berlins Straßen für die Einführung eines gleichberechtigten Religionsunterrichts neben dem Ethikunterricht zu werben, sagte »Pro Reli«-Vorstand Christoph Lehmann. Er sei zuversichtlich, daß die Hürde von 170000 Unterschriften schnell genommen werde. Dann könnte es Mitte nächsten Jahres einen Volksentscheid über den Gesetzentwurf der Initiative geben. Der Ethikunterricht war zum Schuljahr 2006/2007 in allen siebten Klassen des Landes Berlin als Pflichtfach eingeführt worden und soll bis 2010 bis zur zehnten Klasse ausgedehnt werden. Religion kann lediglich freiwillig zusätzlich belegt werden. Mit dieser Regelung geht Berlin bundesweit einen Sonderweg.
(ddp/jW)
(ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland
