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Sozialverband warnt vor Armut

München. Der Sozialverband VdK rechnet in Deutschland mit wachsender Armut als Folge der hohen Inflation. »Teuerungswellen können von Geringverdienern nicht kompensiert werden«, sagte die VdK-Bayern-Vorsitzende Ulrike Mascher am Mittwoch in München. Etwa 18 Prozent der Bevölkerung seien bereits jetzt armutsgefährdet. Im kommenden Jahr werde der Anteil steigen. Besonders sozial Schwache und Rentner seien betroffen. Die Sätze für das Arbeitslosengeld II beruhten auf Berechnungen aus dem Jahre 2003 und seien seitdem kaum angehoben worden, kritisierte Mascher. Die aktuell gestiegenen Energie- und Nahrungsmittelpreise verschärften die Situation der Betroffenen besonders. Dem Sozialverband zufolge müssen bundesweit mehr als 817000 Rentner ihr Einkommen mit einem Nebenjob aufbessern. In ein bis zwei Jahren könnten es eine Million sein.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.08.2008, Seite 5, Inland

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