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Ostalgie: DDR in Alkohol

Potsdam. Die brandenburgische CDU hat zu tief ins Schnapsglas geblickt. Wie das Neue Deutschland meldet, ärgert sich ihr Generalsekretär Rolf Hilke über das Spirituosenangebot der Supermarktkette REWE: »Ich mußte mit Unglauben feststellen, daß REWE gegenwärtig Produkte vertreibt, die sich vollkommen unkritisch mit der DDR auseinander setzen«. Markennamen wie »Agitator«, »Proleta­rier«, »Subotnik« und »Schwarzer Kanal« findet Hilke so wenig lustig wie die »lockeren Sprüche« auf den Flaschen, denn sie verstärken noch die Verharmlosung der DDR-Diktatur«. Leider sei heute »unter jungen Menschen« die Ansicht weit verbreitet, »die DDR sei ein Sozialparadies mit Spaßfaktor gewesen«. Aus diesem Grund bat Hilke den REWE-Konzern, diese Produkte aus dem Sortiment zu nehmen. Außerdem hat er vorgeschlagen, »etwaige Gewinne, die durch den Verkauf der Produkte erwirtschaftet wurden, den Opferverbänden der SED-Diktatur zu spenden«. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.07.2008, Seite 16, Sport

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