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Aus: Ausgabe vom 17.07.2008, Seite 3 / Schwerpunkt

Dokumentation: Neukölln in Zahlen

  • Im Jahr 2006 hatte Neukölln 301731 Einwohner.
  • Der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren mit Migrations­hintergrund an ihrer Altersgruppe lag 2006 bei 22,2 Prozent – in Berlin insgesamt bei 14,2 Prozent. Besonders viele solcher Minderjährigen leben mit ihren Familien rund um die Thomasstraße (37,8 %), das Rathaus Neukölln (37,5%) und die Roseggerstraße (36,5%). Relativ wenige dagegen in der Mohriner Allee (4,3%), in Alt-Rudow (4,4%) und im Schlosserweg (4,4%) im Neuköllner Süden.
  • Die Arbeitslosigkeit der deutschen Staatsangehörigen ging zwischen 2001 und 2006 von 16,2 auf 14,5 Prozent zurück. Bei Ausländern hat sie um 0,6 Prozentpunkte zugenommen. Der durchschnittliche Anteil der Arbeitslosen unter Migranten lag 2006 bei 21Prozent.
  • Der Anteil von nicht arbeitslosen Empfängern von Existenzsicherungsleistungen liegt bei 21,1 Prozent (2006). Er erhöhte sich im Jahr 2006 von 18,2 Prozent (2005) um fast weitere drei Prozentpunkte.
  • Bereits in den Jahren 2001 bis 2004 stieg der Anteil der Kinder in Sozialhilfe deutlich an. 2001 lebten noch 18,9 Prozent der Minderjährigen in Sozialhilfehaushalten, im Jahr 2004 dann 29,6 Prozent.
  • Ein sozialer Brennpunkt ist neben dem Neuköllner Norden auch der Norden des Neuköllner Stadtteils Britz. In den Vierteln um die U-Bahnhöfe Grenzallee und Buschkrugallee bis hin zum Britzer Damm und der Germaniapromenade liegt die Arbeitslosigkeit mittlerweile bei 25 Prozent. Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund beträgt dort über 90 Prozent.
  • In Nord-Neukölln sind je nach Gebiet bis zu 73,5 Prozent der Kinder von Armut betroffen. Beim Kauf von Schulbüchern wurden über 90 Prozent der Schüler von der Zuzahlung befreit, weil die Eltern nicht über das entsprechende Einkommen verfügen.
  • Mehr als jeder fünfte Neuköllner ist verschuldet (22%).

(Quelle: Die Entwicklung der Verkehrszellen im Bezirk Neukölln 2001–2006. Bericht für das Bezirksamt Neukölln von Berlin. Bearbeiter: Prof. Dr. Hartmut Häußermann, Berlin, 28. Juni 2008)

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