Neues Gutachten
Die 2001 verstorbene Keramikerin Hedwig Bollhagen hat nach Auffassung der Historikerin Simone Ladwig-Winters zwar von den »antijüdischen Rahmenbedingungen der nationalsozialistischen Etablierungsphase wirtschaftlich profitiert«. Sie habe das aber nicht gezielt zu ihrem Vorteil genutzt, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Gutachten der Historikerin. Bollhagen produzierte seit 1934 in ihrer Werkstatt für Keramik in Marwitz bei Oranienburg zeitloses Alltagsgeschirr. Die jüdische Gründerin dieser Werkstatt, Margarete Heymann-Loebenstein, wurde 1934 durch Nazis enteignet. Das Gutachten war vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam in Auftrag gegeben worden. (ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
