-
13.06.2008
- → Feminismus
Jede Vierte in Europa Gewaltopfer
Strasbourg. Jede vierte Frau in Europa wird mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von Gewalt, jede zehnte Opfer sexueller Übergriffe. Dies geht aus einer Erhebung hervor, die am Dienstag in Strasbourg bei einer Expertentagung des Europarats vorgelegt wurde. Die Täter seien zumeist Partner oder Expartner, erläuterte Dubrawka Simonovic, Expertin der paneuropïschen Organisation, der 47 Länder angehören.
Carol Hagemann-White von der Universität Osnabrück kritisierte den vielerorts unzureichenden Schutz für Frauen gegen häusliche Gewalt. In einer Reihe von Ländern seien etwa Vergewaltigungen in der Ehe kein Straftatbestand. Doch selbst wo dies der Fall sei, werde die Staatsanwaltschaft oft nicht tätig. Auch die Zahl der Frauenhäuser lasse fast überall zu wünschen übrig.
Der Rat will nun ein Abkommen erarbeiten, mit dem erreicht werden soll, daß alle Mitgliedstaaten körperliche und psychologische Gewalt sowie sexuelle Übergriffe gegen Frauen unter Strafe stellen. Das Gleiche solle auch für Zwangsehen und sogenannte Ehrverbrechen gelten. Außerdem sollen sich die Unterzeichner verpflichten, ein kostenloses Notruftelefon und genügend Frauenhäuser einzurichten.(AFP/jW)
Carol Hagemann-White von der Universität Osnabrück kritisierte den vielerorts unzureichenden Schutz für Frauen gegen häusliche Gewalt. In einer Reihe von Ländern seien etwa Vergewaltigungen in der Ehe kein Straftatbestand. Doch selbst wo dies der Fall sei, werde die Staatsanwaltschaft oft nicht tätig. Auch die Zahl der Frauenhäuser lasse fast überall zu wünschen übrig.
Der Rat will nun ein Abkommen erarbeiten, mit dem erreicht werden soll, daß alle Mitgliedstaaten körperliche und psychologische Gewalt sowie sexuelle Übergriffe gegen Frauen unter Strafe stellen. Das Gleiche solle auch für Zwangsehen und sogenannte Ehrverbrechen gelten. Außerdem sollen sich die Unterzeichner verpflichten, ein kostenloses Notruftelefon und genügend Frauenhäuser einzurichten.(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feminismus