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93000 Wohnungen an US-Immobilienfonds

Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen verkauft seine Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) mit 93000 Wohnungen an den Immobilienfonds der US-Investmentbank Goldman Sachs, Whitehall. Das Geschäft hat ein Gesamtvolumen von 3,4 Milliarden Euro; Whitehall zahlt demnach knapp 790 Millionen Euro und übernimmt die Schulden der LEG. Die Landesregierung sprach von einem »sehr guten Preis« und verwies darauf, daß eine »einzigartige Sozialcharta« zur Wahrung der Interessen von Mietern und Beschäftigten Vertragsbestandteil sei. Der Mieterbund nannte den Schritt »falsch, feige und unwirtschaftlich«. Der Whitehall-Fonds wird mit dem LEG-Kauf zu einem der größten Immobilienkonzerne in Deutschland mit schätzungsweise rund 170000 Wohnungen und großen Beständen an Gewerbeimmobilien. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.06.2008, Seite 1, Kapital & Arbeit

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