Zum Inhalt der Seite

Redakteur erstritt Einsicht in BND-Akte

Berlin. Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat den Journalisten Andreas Förster, Reporter der Berliner Zeitung, weit intensiver ausgeforscht als bislang bekannt. Das berichtet die Berliner Zeitung (Dienstagausgabe) unter Berufung auf eine Auskunft des Geheimdienstes über im BND-Archiv gespeicherte Daten zu Förster. Der Journalist hatte im vergangenen Herbst vor dem Bundesverwaltungsgericht durchgesetzt, daß der BND die über ihn gesammelten Informationen offenlegen muß. Die jetzt übermittelte Aktenauskunft umfaßt laut Zeitung 32 Einzelinformationen, die zwischen 1998 und 2005 über Förster erarbeitet wurden. Der BND hatte von 2002 bis 2005 einen V-Mann auf den Journalisten angesetzt.

(ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 30.04.2008, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!