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5000er Sitz

Wohl aus Nostalgie ist die diesjährige Retrospektive des Filmfestivals Locarno (6.–16.8.) dem praktizierenden Berlusconi-Feind Nanni Moretti (siehe »Il mio diario« oder »Il Caimano«) gewidmet. Die Programmreihe »Open Doors« mit ihrem Kontaktanbahnungs- und Koproduktions-Workshop stellt die prekäre Arbeitssituation von Filmemachern in Lateinamerika ins Zentrum. Der »Ehrenleopard« wird dem israelischen Filmemacher Amos Gitaï verliehen. Dies wurde am Wochenende vom Festival bekanntgegeben.
Und nun die schlechte Nachricht: Damit bei diesem experimentellsten Festival der großen Vier (Berlin, Cannes, Venedig, Locarno) die Cineasten nicht unter sich bleiben, wird ein Gönnerclub des Festivals, »Leopard Club«, gegründet, in den nur von der Festivalleitung berufen wird, wer 5000 Schweizer Franken für seinen Sitzplatz zahlt. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.04.2008, Seite 13, Feuilleton

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