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14.04.2008
- → Feuilleton
Wiebusch
Dem Berliner Musikmagazin Melodie & Rhythmus ist es eine Meldung wert, daß Marcus Wiebusch, der Frontmann der Hamburger Band Kettcar, nach eigenem Bekenntnis beim Schreiben seiner Songs auch mit sich selbst kritisch ins Gericht geht. »Die Idee beim Songwriting-Prozeß ist: Einer geht auf ’ne Party, beobachtet die 35- bis 45jährigen und zieht seine Schlüsse. Ich weiß immer, daß ich ein Teil davon bin. Ich kritisiere mich dann sozusagen auch selber«, sagte der 39jährige Zielgruppenzugehörige. Uns ist dieser Schmarrn nur deshalb eine Meldung wert, weil »Wiebusch« so herrlich unter »Wagner I« und »Wagner II« paßt. Weil wir aber nicht so fies sind wie unser Ruf, und Kettcar nicht so schlimm ist, wie man glauben könnte, sagen wir trotzdem noch dazu, worum es bei der Schwachsinnsmeldung eigentlich ging: Das neue Kettcar-Album »Sylt« erscheint am 18. April auf dem von Wiebusch, Kettcar-Bassist Reimer Bustorff und Tomte-Frontmann Thees Uhlmann gegründeten Label Grand Hotel van Cleef. Mehr sagen wir jetzt aber nicht mehr.(ddp/jW)
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