-
13.03.2008
- → Natur & Wissenschaft
Größere Todeszone
Wenn die USA den Maisanbau zur Herstellung von Biosprit wie geplant forcieren, führt dies nach einer Studie zu einer »Katastrophe« im Golf von Mexiko, erläuterte Simon Donner von der Universität British Columbia in Kanada eine am Montag veröffentlichte Untersuchung. »Alle Organismen am Meeresgrund werden wahrscheinlich sterben, und Fische werden abwandern, wenn es geht.« Schon jetzt sei die »Todeszone« an der Mündung des Mississippi 20 000 Quadratkilometer groß. Wenn die USA bis 2022 so viel Mais anbauen wie geplant, werden Donner zufolge der Mississippi und der Atchafalaya, der ebenfalls in den Golf mündet, um bis zu ein Drittel mehr mit Nitrogen verseucht als bislang. Die Nährstoffe gelangen durch Überdüngung landwirtschaftlicher Flächen in das Wasser und bringen Algen zum Wachsen; wenn die Algen absterben und sich zersetzen, brauchen sie dafür Sauerstoff, der dann wiederum den Fischen fehlt. Die Studie erschien in der Online-Ausgabe des National Journal of Sciences. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Natur & Wissenschaft