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Radsport: Demonstrativ Härte

Paris. Die Fronten zwischen dem Radsport-Weltverband UCI und Tour-Veranstalter ASO haben sich kurz vor Paris-Nizza (9. bis 16. März) weiter verhärtet. In Briefen an die Profis, Teams und Sponsoren der 20 Rennställe, die ihren Start angekündigt haben, hat UCI-Präsident Pat McQuaid scharfe Sanktionen gegen alle angedroht, die das durch die UCI für illegal erklärte Rennen bestreiten. »Es geht ins Endspiel«, sagte Hans-Michael Holczer. Der Gerolsteiner-Teamchef gehört dem Direktionskomitee der Rennställe (AIGCP) an, das heute in Paris erneut zusammentritt, um die Reihen geschlossen zu halten: »Das ist unsere einzige Chance.« Vor einer Woche hatte die AIGCP einstimmig für den Start votiert. McQuaid drohte erstmals schriftlich mit umfangreichen Sanktionen: Entzug der ProTour-Lizenz für die Teams, Teilnahmeverbot an allen UCI-Rennen einschließlich der Weltmeisterschaften, bis zu sechs Monaten Sperre und 10 000 Schweizer Franken Geldstrafe für die Fahrer. Der UCI-Chef lehnte die Einladung zu einem Vermittlungsgespräch mit Frankreichs Sportminister Bernard Laporte für Donnerstag ab. Holczer: »Beide Seiten setzen bis zum Schlußpfiff demonstrativ auf Härte.«(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.03.2008, Seite 16, Sport

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