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Krippe rechnet sich

Aus der Abteilung Studien, denen man nicht trauen darf, obwohl man gerne zustimmt: Die Bertelsmann-Stiftung hat am Montag Untersuchungsergebnisse präsentiert, nach denen Kinder, die eine Krippe besuchen, deutlich höhere Bildungschancen haben. Analysiert wurden »Bildungskarrieren« von mehr als 1 000 repräsentativ ausgewählten Kindern, die zwischen 1990 und 1995 in der BRD geboren wurden. 16 Prozent von ihnen besuchten eine Krippe. Etwa die Hälfte der Krippenkinder schaffte den Sprung auf ein Gymnasium. Von den Kindern ohne Krippenerfahrung gelang dies nur einem Drittel. Bei Kindern aus benachteiligten Familien (Armut, geringe Bildung, viele mit Migrationshintergrund), erhöht der Krippenbesuch die Wahrscheinlichkeit, aufs Gymnasium zu kommen, fast um das Doppelte. Weil das spätere Lebenseinkommen eines Gymnasiasten deutlich über dem eines schlechter Ausgebildeten liegt, entsteht laut Stiftung ein volkswirtschaftlicher Nutzen von fast 22000 Euro pro Krippenkind. Die Kosten eines Platzes in Höhe von etwa 8000 Euro, die überwiegend der Staat trage, würden dadurch leicht ausgeglichen.

(AP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.03.2008, Seite 13, Feuilleton

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