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Bombenanschlag im Baskenland

Madrid. Am frühen Freitag morgen explodierte ein Sprengsatz vor dem Parteibüro der Sozialistischen Partei des Baskenlandes (PSE) in Derio nahe Bilbo (Bilbao) und richtete erheblichen Sachschaden an. Der Anschlag galt dem baskischen Landesverband der Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) von José Luis Rodríguez Zapatero. Spanien befindet sich in der heißen Phase des Wahlkampfes: Am 9. März wird ein neues Parlament gewählt. Gegen Mitternacht war bei der Notrufzentrale 112 ein Anruf eingegangen, der vor der deponierten Bombe warnte. Der Anrufer sprach im Namen der Untergrundorganisation Euskadi Ta Askatasuna (ETA, Baskenland und Freiheit). Die autonome baskische Polizei Ertzaintza riegelte das betroffene Gebiet weiträumig ab und evakuierte die Bewohner der anliegenden Häuser. Die Druckwelle zerstörte zahlreiche Fensterscheiben in der Umgebung. Die PSOE hatte durchgesetzt, daß keine Partei der linken Unabhängigkeitsbewegung zur Wahl antreten darf. Außerdem hatte sie weitere Parteiverbote beantragt.(jW/IN)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.03.2008, Seite 6, Ausland

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