Zum Inhalt der Seite

Lohnender Alptraum

Die Spice Girls haben mal wieder fertig. Ihre Tournee sollte sie ursprünglich um die ganze Welt führen, übrig blieben zwei Kontinente. Ihre geplanten Auftritte in Australien, China, Südafrika und Argentinien wurden abgesagt. Ihr letztes Konzert am Dienstag in Toronto bedeutet das zumindest vorläufige Ende ihres Comebacks.

Als Victoria Beckham, Geri Halliwell, Melanie Brown, Emma Bunton und Melanie Chisholm – inzwischen Mütter von insgesamt sieben Kindern– im Sommer ihr Comeback nach knapp zehn Jahren bekannt gaben, war die Begeisterung bei den Fans groß. Das erste Londoner Konzert war innerhalb von 38 Sekunden ausverkauft. Wegen der großen Nachfrage wurde die Zahl der Auftritte in Großbritannien und den USA allmählich erhöht. Allein in der britischen Hauptstadt waren es letztlich 17. Doch viele Zusatzkonzerte wurden wegen mangelnder Nachfrage wieder abgesagt.
Anzeige


In den 90er Jahren verkauften die Spice Girls weltweit rund 55 Millionen Platten. Die Boulevardpresse sieht als Ursache für den Abbruch der Comeback-Tour weniger finanzielle als persönliche Differenzen. »Was eigentlich als Chance gedacht war, zusammenzukommen, Spaß zu haben und Geld zu machen, ist ein Alptraum geworden«, zitierte der Daily Mirror einen »Insider«. Besonders die beiden Melanies könnten sich nicht ab. Die Band komme nur noch für die Konzerte zusammen. Unter einem Hoteldach werde schon lange nicht mehr geschlafen, hieß es. Offiziell wurde der Abbruch der Tour mit dem nicht sonderlich originellen Rollenklischee begründet, daß »die Mädchen« zurück zu ihren Familien wollten. Jede von ihnen soll trotz der Absagen rund zehn Millionen Pfund an Tour und Merchandising verdient haben. (ddp/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 25.02.2008, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!