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01.02.2008
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Proteste an der FU Berlin
Berlin. Mit einem »uniweiten Aktionstag« haben mehrere hundert Studenten am Donnerstag gegen die »Ökonomisierung« der Freien Universität Berlin protestiert. Im Mittelpunkt standen dezentrale, subversive Aktionen. Der »Dieter-Lenzen-Fanclub« ließ in verschiedenen Lehrveranstaltungen Luftballons steigen, um den marktwirtschaftlichen Umbau der Universität zu bejubeln. Studenten trugen Porträts des Präsidenten Lenzen durch die Flure und riefen »Hoch die neoliberale Flexibilität!« Mitglieder der »Revolutionären Liste« unterbrachen mehrere Seminare, um im Namen der Hochschulleitung die Einführung allgemeiner Studiengebühren bereits im nächsten Semester anzukündigen. Mehrere Bibliotheken wurden am Nachmittag geschlossen und von der Berliner Polizei abgeriegelt.
Die FU war 2007 zur »Exzellenz-Uni« gekürt worden. Für die meisten Studenten bedeutet das wachsenden Leistungsdruck. So gehören unbezahlte Praktika jetzt schon zur Studienordnung der meisten »Bachelor«-Studiengänge.
Die FU war 2007 zur »Exzellenz-Uni« gekürt worden. Für die meisten Studenten bedeutet das wachsenden Leistungsdruck. So gehören unbezahlte Praktika jetzt schon zur Studienordnung der meisten »Bachelor«-Studiengänge.
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Wladek Flakin