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Mein Mahnmal, meins

Gegenüber dem Berliner Holocaust-Mahnmal soll im Frühjahr ein Mahnmal für die in der Nazizeit verfolgten Homosexuellen eingeweiht werden. Das ließ Bernd Neumann von der CDU am Donnerstag wissen. Die Kosten liegen nach Angaben des Kulturstaatsministers bei 600000 Euro. Weil die Gelegenheit günstig war, beschwerte sich Neumann im nächsten Atemzug darüber, daß er den Bau eines anderen Gedenksteins in der vergangenen Woche nicht selbst hatte ankündigen dürfen. Klaus Wowereit war ihm zuvorgekommen. Ab Februar wird ein Mahnmal für die von den Nazis verfolgten Sinti und Roma gebaut, hatte der Bürgermeister mitgeteilt. »Dadurch, daß Wowereit das Denkmalprojekt in der Presse angekündigt hat, wird der Eindruck erweckt, als ob Berlin auch die Hauptverantwortung dafür trägt«, ereiferte sich Neumann. »Die Auslobung des Denkmals gehörte ebenso zu den Aufgaben meines Hauses wie die Finanzierung mit bis zu zwei Millionen Euro.« Fast schien er zu überlegen, die Bauarbeiter nochmal abzubestellen: »Ob die Termine, die Wowereit genannt hat, eingehalten werden können, muß man sehen.«(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.02.2008, Seite 12, Feuilleton

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