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Leserbrief zum Artikel Globale Ungleichheit: Kampf ums Serum vom 13.01.2021:

Impfen nach Kolonialherrenart

Wir kritisieren zu Recht den Masken- und Abstandsverweigerer, zeihen ihn des Egoismus und der Rücksichtlosigkeit, da er Gesundheit und Leben anderer Menschen gefährdet. Aber legt nicht – in sehr viel größerem Maßstab – nämliche Eigenschaften der Impfstoffabrikant an den Tag, der sich weigert, den Patentschutz (trotz milliardenschwerer öffentlicher Subventionen bei der Impfstoffentwicklung) weltweit zumindest zeitweise auszusetzen? Mag er auch mit dem Recht auf Profit ein gewichtiges Motiv in der Hand und mit der Anerkennung für seine Leistung im Interesse der Menschheit einen ansehnlichen Bonus auf dem Konto haben, so verdient er doch für dieses sein Beharren auf exklusiver Herstellung eines lebensrettenden Vakzins die entsprechende gesellschaftliche Ächtung. Zweifellos ist die Entwicklung der neuen Impfstoffe ein kompliziertes Geschäft. Wer aber möchte ernsthaft behaupten, dass sich auf der ganzen Welt keine entsprechenden Produktionskapazitäten aufbauen lassen (sofern sie nicht schon vorhanden sein sollten)? Diesem Argumentationsmuster scheint noch ein Hauch jener kolonialen Arroganz anzuhaften, die bei allen Beziehungen mit den Ländern des globalen Südens nach wie vor einem gleichwertigen Verhältnis entgegenstehen.
Klaus Burghardt
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    Zu dem Artikel von Gerrit Hoekman möchte ich Folgendes bemerken: 1. Winnie Byanyima, Direktorin von UNAIDS, wird auf die Frage, warum es gegen AIDS auch nach Jahrzehnten noch keinen wirksamen Impfsto...
    Dr. med. Gabriele Heine