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Leserbrief zum Artikel Mehr Strom aus Windenergie vom 27.07.2020:

Nichtssagende Zahlen

Was bedeutet diese Nachricht? Wieso fehlt jeder Bezug zur Stromproduktion insgesamt, aber auch zur Produktion aus erneuerbaren Quellen insgesamt und deren jährlichern Zugewinnen beim Modal Split? Nur daraus erhellt, wie weit wir mit der Energiewende sind und wie lange wir noch bis zum notwendigen 11-Prozent-Szenario brauchen. (Ich sage mit Nina Scheer, MdB, SPD: 2030 oder früher, später jedenfalls nicht.) Innerhalb dieser sehr viel wichtigeren Betrachtung mögen dann auch noch die Anteile der einzelnen regenerativen Quellen von Interesse sein: Wind, Fotovoltaik, Geothermie, Biomasse, Wasserkraft aus Talsperren oder Laufkraftanlagen, Meereswellen, Osmose an Mündungen und was es sonst noch so sauber und gratis gibt; und innerhalb der Windkraft meinetwegen auch noch die Differenzierung onshore/offshore, wo es etwa um Naturschutzaspekte (Vogeltod, Wattenmeer) oder andere, von der kohle- und atomverharmlosenden Gegnerschaft meist stark übertriebene Gegenargumentchen geht. Aber bitte nicht zusammenhanglos aus einem drittrangigen Split-Aspekt eine Nicht- oder Kaum-Meldung machen, nur weil ein paar Zeilen frei sind! Dann schon lieber die nackten Zahlen der Regenerativen versus Fossile: braucht auch nicht mehr Zeilen, bringt aber mehr Aussage!
Bernhard May, Solingen
Veröffentlicht in der jungen Welt am 31.07.2020.

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