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Leserbrief zum Artikel Aufklärung statt Desinformation: Müllhaufen der Geschichte vom 09.05.2020:

Antwort auf Leserbrief »Tote produzieren nichts«

Es ist schon seltsam, dass in Teilen der Linken die Illusion besteht, dass der Staat der imperialistischen Bourgeoisie auf einmal im Interesse des Wohles der werktätigen Bevölkerung handelt. Ich will gar nicht auf das Ende der Katastrophenpolitik hinweisen, die dem deutschen Volk 1945 beinahe die Existenz gekostet hat und die wohl für alle Zeit gezeigt hat, wozu die heutige herrschende Klasse fähig ist. Diese Politik begann aber bekanntlich schon Anfang der 20er Jahre in Deutschland mit der vor allem im Interesse des Konzernherrn Hugo Stinnes eingeleiteten und forcierten Inflationspolitik, die große Teile der Gesellschaft in Not und Elend stürzte und dem Faschismus den Boden bereitete. Das alles kann man bei den Großen unter den DDR-Historikern wie Kurt Gossweiler oder Günter Hortzschansky nachlesen und, wohl am literarisch hochwertigsten verarbeitet, im nicht querfrontverdächtigen Roman »Erfolg« eines Lion Feuchtwanger. Es ist eben eine irrige Annahme, der sogenannte Lockdown hätte die bisher größte Wirtschaftskrise in der Geschichte der BRD ausgelöst. So schrieb die Welt im März 2020, dass der »Abschwung in großen Teilen des Landes« bereits im vergangenen Jahr Realität war. Die Rezession war vor allem in den Zentren der deutschen Industrie bereits »vor Corona« Realität. Und es gibt gerade in den Kreisen des Monopolkapitals nicht nur im Sinne der Konzentration ein starkes Interesse, diese »Lockdown«-Politik durchzuführen und lange aufrechtzuerhalten. »Das walte Hugo«, heißt es bis heute im Ruhrgebiet.
Stephan Jegielka
Veröffentlicht in der jungen Welt am 13.05.2020.
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