Gegründet 1947 Sa. / So., 6. / 7. Juni 2020, Nr. 130
Die junge Welt wird von 2301 GenossInnen herausgegeben

Leserbriefe

Liebe Leserin, lieber Leser!

Bitte beachten Sie, dass Leserbriefe keine redaktionelle Meinungsäußerung darstellen. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zur Veröffentlichung auszuwählen und zu kürzen. Leserbriefe sollten eine Länge von 2.500 Zeichen (etwa 390 Wörter) nicht überschreiten. Kürzere Briefe haben größere Chancen, veröffentlicht zu werden. Bitte achten Sie auch darauf, dass sich Leserbriefe mit konkreten Inhalten der Zeitung auseinandersetzen sollten. Ein Hinweis auf den Anlass Ihres Briefes sollte am Anfang vermerkt sein (Schlagzeile und Erscheinungsdatum des betreffenden Artikels bzw. Interviews). Online finden Sie unter jedem Artikel einen Link »Leserbrief schreiben«.

Einsendungen bitte an: leserbriefe@jungewelt.de

Nur Leserbriefe, die an diese Mailadresse geschickt werden, werden von uns berücksichtigt!

Per Post: junge Welt, Torstr. 6, 10119 Berlin, Kennwort: Leserbriefe

 

Leserbrief zum Artikel Kommentar: Drohung mit Frieden vom 07.01.2020:

Längere Vorgeschichte

Im Oktober 2019 berichtete der »Terrorexperte« des Behördenspiegels über die Situation im Irak etwa wie folgt: Nachdem im Jahr 2014 die IS-Truppen die Stadt Mossul eingenommen und ihr Kalifat verkündet hatten, erließ Sajid Ali Al-Husseini Al-Sistani als geistlicher Führer aller irakischen Schiiten eine Fatwa, in deren Folge sich rund 60 Milizen und Rebellengruppen zumeist schiitischen Glaubens zu »Popular Mobilization Forces« (PMF) zusammenschlossen. Im Kampf gegen den »Islamischen Staat« waren die PMF zunächst von immenser Bedeutung und auch erfolgreich. Deshalb wurden die PMF mit ihren bis zu 150.000 Kämpfern im November 2016 gesetzlich dem irakischen Militär gleichgestellt. Zugleich zeigte sich der Irak nun auch offen für eine militärische und wirtschaftliche Kooperation mit seinem Nachbarland Iran, was der »Terrorexperte« des Behördenspiegels als »geopolitisch hochgefährliches Problem« bezeichnete. »Weltpolitisch noch gefährlichere, geradezu bellizistische Signale« seien zudem die »mysteriösen Drohnenangriffe auf PMF-Waffenlager im Großraum Bagdad, von denen mindestens drei allein für die Zeit von Juli bis August bekannt wurden. Viele Analysten vermuten hinter diesen Angriffen Israel mit US-Unterstützung, andere den IS. Doch lassen die jüngsten begründeten israelischen Drohnenangriffe, wie etwa im August auf iranische Militärbasen in Syrien, im Nordirak oder auf die vom Iran der Hisbollah gelieferte Fabrik im Libanon, in der wichtige Komponenten für zielgenaue Raketen hergestellt werden, Schlimmeres befürchten. Die Kriegsvorbereitungen laufen jedenfalls derzeit überall auf Hochtouren.«
Iri Wolle, Berlin
Veröffentlicht in der jungen Welt am 10.01.2020.
Weitere Leserbriefe zu diesem Artikel:
  • Rache durch Annäherung

    Lieber Arnold Schölzel, die Überschrift »Drohung mit Frieden« Ihrer gestrigen Kolumne fand ich sehr treffend. Sofern man den USA unterstellt, sie wollten im Nahen Osten weiterhin Eskalation und Chaos ...
    Emmo Frey, Dachau