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Leserbrief zum Artikel Kamerun: Bewaffneter Wahn vom 14.05.2019:

Vernachlässigtes Thema

Mehr als 120 Christen sind in Nigeria seit Februar durch Muslime ermordet worden, zuletzt am 22. April 2019 waren es über 50. Interessanterweise hat darüber weltweit keine einzige Agentur und kaum ein großer Fernsehsender berichtet. Auch Kirchenvertreter (nicht nur aus der katholischen Kirche) schweigen zu den Vorfällen. Laut der Christian Post wurden beim jüngsten Angriff auf Christen nicht nur 52 Menschen ermordet, sondern auch noch Dutzende schwer verletzt und 143 Häuser in den Dörfern von Inkirimi, Dogonnoma und Ungwan Gora zerstört. Bereits am Tag zuvor wurden im Dorf Ungwan Barde in Kajuru 17 Christen ermordet. Ende Februar wurden bei einem Angriff in Maro 38 Menschen ermordet, eine Kirche wurde niedergebrannt. Nigeria ist derzeit auf Platz zwölf der Länder, in denen es die schlimmsten Christenverfolgungen weltweit gibt. 2018 wurden laut Opendoors Tausende Christen von muslimischen Milizen umgebracht. Fast keines der deutschsprachigen Medien, die tagelang Berichte über den Anschlag auf die Moscheen in Neuseeland veröffentlicht haben, hat dies thematisiert.
Peter Richartz, Solingen
Veröffentlicht in der jungen Welt am 16.05.2019.
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