Gegründet 1947 Dienstag, 19. November 2019, Nr. 269
Die junge Welt wird von 2220 GenossInnen herausgegeben

Leserbriefe

Liebe Leserin, lieber Leser!

Bitte beachten Sie, dass Leserbriefe keine redaktionelle Meinungsäußerung darstellen. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zur Veröffentlichung auszuwählen und zu kürzen. Leserbriefe sollten eine Länge von 2.500 Zeichen (etwa 390 Wörter) nicht überschreiten. Kürzere Briefe haben größere Chancen, veröffentlicht zu werden. Bitte achten Sie auch darauf, dass sich Leserbriefe mit konkreten Inhalten der Zeitung auseinandersetzen sollten. Ein Hinweis auf den Anlass Ihres Briefes sollte am Anfang vermerkt sein (Schlagzeile und Erscheinungsdatum des betreffenden Artikels bzw. Interviews). Online finden Sie unter jedem Artikel einen Link »Leserbrief schreiben«.

Einsendungen bitte an: leserbriefe@jungewelt.de

Nur Leserbriefe, die an diese Mailadresse geschickt werden, werden von uns berücksichtigt!

Per Post: junge Welt, Torstr. 6, 10119 Berlin, Kennwort: Leserbriefe

 

Leserbrief zum Artikel Bundestagsvize: AfD scheitert bei Wahl erneut vom 05.04.2019:

Undemokratische Praxis

Der Wahlausgang, die erneute Nichtwahl einer Politikerin, der man bis dahin allenfalls »zur Last legen« kann, einer »demokratisch falsch gewählten« Partei anzugehören, stellt zunehmend liberale und parlamentarische Prinzipien des Hohen Hauses in Frage.
Die Mehrheit des Bundestages leistet sich damit genau die polemische Selbstgerechtigkeit, die sie der AfD gemeinhin vorwirft.
Die Parlamentarier sollten endlich von diesem populistischen Habitus lassen und verständigerweise zur Kenntnis nehmen, dass opportune Borniertheit und die Entdifferenzierung von Argumenten und Lösungsangeboten demokratische Politik weder kommuniziert noch befördert.
Den wohlfeilen Ansagen vieler Politiker aller Couleur, den politischen Gegner mit der Verwendung von Fakten und Sachgründen demaskieren und abgewanderte Wähler per inhaltlicher Überzeugung zurückholen zu wollen, jedenfalls ist bislang nur wenig Rechnung getragen worden.
Matthias Bartsch, Lichtenau
Veröffentlicht in der jungen Welt am 05.04.2019.