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Leserbrief zum Artikel Der schwarze Kanal: In der Druckkompanie des Westens vom 05.01.2019:

Tiefe Spaltung

Arnold Schölzel weist auf eine tiefe Abspaltung der sich für links und friedensfähig haltenden Politiker und Aktiven in der Friedens- und Sozialbewegung hin. Das trifft den Kern politischer Entscheidungen jedes einzelnen. Zwar wird nur die eine MdB der Linkspartei, Evrim Sommer, genannt, aber in einer aktuellen Studie des IPPNW zu den Hintergründen des Syrien-Kriegs werden noch mehr beim Namen genannt, die sich auf der Seite der Allianz für einen Regime-Change positionieren, »Weißhelme« für neutrale medizinische Nothelfer halten und das Gewaltverbot der UN-Charta ignorieren. Wer sein Bild aus den Leitmedien schöpft, »eingebettete« Informanten nicht durchschaut und alternative Medien wie unabhängige Journalisten nicht einbezieht, bleibt bei den alten Feindbildern der kapitalistischen Machteliten: Russland, Gegner der »westlichen Wertegemeinschaft«, Pazifisten. Der nimmt nicht zur Kenntnis, dass die syrischen Kurden (im Gegensatz zu den irakischen) immer zu Syrien gehören wollten in einem föderativen Bundesstaat ähnlich dem der BRD. Salih Muslim, der Außenbeauftragte der syrischen Region »Rojava«, der auch bei den Protesten gegen den G-20-Gipfel 2017 in Hamburg dabei war, wird richtig zitiert: Syrisches Militär steht an der Seite der Kurden in Rojava, Russland vermittelt mit seinem mäßigendem Einfluss auf die Türkei, und Deutschland schweigt zu den Aggressionsplänen des NATO-Partners Türkei. Mehr zur Rolle deutscher Kriegsbeteiligung und Spaltung der Friedensbewegung bei akzente_syrien_web.pdf.
Manfred Lotze
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