Online spezial: Buchmesse Havanna 2012

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    14.03.2012, 18:00 Uhr

    Das Buch zum "Treffen der Intellektuellen" mit Fidel Castro zum Download

    jW
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    Das Internetportal Cubadebate bietet seinen Lesern seit heute die Möglichkeit, das Buch "Nuestro deber es luchar" (Unsere Pflicht ist zu kämpfen) auf seiner Website zum freien Herunterladen an.
    Das in Spanisch und Englisch zur Verfügung stehende pdf-Dokument enthält alle Wortbeiträge des mehr als neun Stunden währenden Austauschs des früheren kubanischen präsidenten Fidel Castros, den er auf dem "Treffen der Intellektuellen" am 10. Februar 2012 mit mehr als 100 Gästen aus 22 Ländern über die aktuellen politischen Herausforderungen führte.
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    13.03.2012, 19:00 Uhr

    Ein Treffen mit Adriana, Olga, Mirtha und Magali

    Vorstand des Netzwerkes Cuba e.V.
    Treffen mit Angehörigen der Cuban Five
    Treffen mit Angehörigen der Cuban Five
    Nachdem die Delgierten des Vorstands des Netzwerkes Cuba am 10. 2. an dem Treffen mit Fidel Castro teilnehmen konnten, fand bereits drei Tage später eine Zusammenkunft mit Angehörigen der Cuban 5 im traditionsreichen Haus der Völkerfreundschaft statt.
    Sehr traurig sah Adriana Pérez aus. Sie hatte gerade einen Brief an ihren zu lebenslänglicher Strafe verurteilten Mann, Gerado Hernández, geschrieben. Es war ein Liebesbrief, denn am nächsten Tag wurde in ganz Cuba der Tag der Verliebten gefeiert. Wieder ein Valentinstag, an dem sie nicht zusammen sein konnten. Ihr Mann hat bisher auch keine Chance bekommen, seinen tödlich erkrankten Bruder im Krankenhaus zu besuchen, bevor es zu spät ist.
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    11.03.2012, 16:35 Uhr

    Das war unsere Buchmesse in Havanna - weitere Fotos online

    kk/junge Welt
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    Augrund vieler Nachfragen: Weitere Fotos von der XXI. Internationalen Buchmesse in Kuba und der Stadt Havanna. Zwei Bilderstrecken zeigen vor allem persönliche (Ein-)Blicke.

    Über die weitere Arbeit des Büros Buchmesse werden die Diskussionen in den nächsten Monaten geführt. Havanna und Kuba bleibt die junge Welt aber weiterhin verbunden.
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    25.02.2012, 12:20 Uhr

    Video: Die junge Welt bei Fidel

    Quelle: Cuba hoy
    Zum »Treffen der Intellektuellen für den Frieden und die Umwelt«, zu dem der frühere kubanische Präsident Fidel Castro am 10. Februar 2012 in den Palacio de Convenciones in Havanna etwa 120 Gäste einlud, waren auch Vertreter des Berliner Büro Buchmesse Havanna eingeladen: Heinz Langer, Botschafter der DDR in Kuba, Andreas Köhn, Fachbereichsleiter Kunst und Medien bei verdi Berlin-Brandenburg, Marion Leonhardt von der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba sowie Katja Klüßendorf von der Tageszeitung junge Welt.
    Zu den deutschen Gästen zählten zudem Harri Grünberg, Frank Schwitalla und Brigitte Schiffler von der Delegation des Netzwerks Kuba, die sich ebenfalls gerade in Havanna aufhielten und neben der Buchmesse weitere Termine auf der Insel wahrnahmen.
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    20.02.2012, 16:00 Uhr

    Angola ist Gastland 2013

    PL/jW
    Großer Andrang
    Großer Andrang
    Am Sonntag ist die kubanische Buchmesse zumindest in Havanna zu Ende gegangen. Die Ausstellung tourt in den kommenden Wochen nun durch die Provinzhauptstädte des Landes, damit auch die Menschen dort Zugang zu den Neuerscheinung der kubanischen Verlage haben. Die Präsidentin des Kubanischen Buchinstituts, Zuleica Romay, konnte bei der offiziellen Abschlußveranstaltung eine positive Bilanz ziehen. Insgesamt seien 270.000 Menschen in die Festung La Cabaña und zu den anderen Veranstaltungsorten in der kubanischen Hauptstadt gekommen. Mehr als 600.000 Bücher seien verkauft worden. Als Höhepunkte hob Romay das Treffen Fidel Castros mit mehr als 100 Intellektuellen aus aller Welt sowie die zahlreichen Kulturveranstaltungen der elf Karibikstaaten während der Messe hevor. Damit habe die »kubanische Fiesta des Buches« erneut eine Opposition gegen die »frivolen Werte der kapitalistischen Kulturindustrie« dargestellt.
    Venezuelas Kulturminister Pedro Calzadilla sieht in der kubanischen Buchmesse eine Herausforderung. Die Veranstaltung auf der Cabaña sei einer der wichtigsten Räume für Kultur in Lateinamerika. Ihr habt die Latte sehr hoch gelegt, aber in Venezuela haben wir uns vorgenommen, diese Messe noch zu übertreffen«, kündigte er an.
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    19.02.2012, 18:00 Uhr

    Kuba hält Kurs

    Marion Leonhardt
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    Kubas Entwicklung - Mit Bedacht, aber ohne Pause
    Heute beschließen wir als Berliner Büro Buchmesse Havanna unsere Veranstaltungsreihe mit Heinz Langer, dem früheren Botschafter der DDR in Kuba - dort, wo sie auch am 13. Februar begann: in der einstigen Kommandantur Che Guevaras, einem der schönsten Vortragsäle auf der Cabaña.
    »Die Zärtlichkeit der Völker«, ein Buch über die Beziehungen zwischen der DDR und Kuba, war Thema der ersten Veranstaltung gewesen. Viele Kubaner im Publikum erinnerten sich an die regen Handelsbeziehungen und an den kulturellen Austausch. Auch die Kubanische Buchkammer, die jährlich die Buchmesse ausrichtet, hat ihre Wurzeln in einer Initiative der DDR zur Kooperation im Verlagswesen in den frühen 60er Jahren.
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    18.02.2012, 19:00 Uhr

    Hasta nuevo aviso

    Jörn Boewe
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    La Bahia de la Habana

    Ich stand kurz nach vier auf, nahm meinen gepackten Rucksack (Landkarte, Paß, Kameras, Notizbuch) und schlich mich aus dem Hotelzimmer. Ich ging am Revolutionsmuseum mit dem Granma-Memorial und der ewigen Flamme vorbei, marschierte die calle Aguacate nach rechts bis zur Obispo hinunter, dann nach links am Hotel Ambos Mundos vorbei bis zur Avenida del Puerto. Dann wieder nach rechts, vorbei am alten Zollgebäude und der Hafenmeisterei, weiter zum Fähranleger.

    Wenn der öffentliche Nahverkehr in Havanna zum Erliegen kommt - die Fähren nach La Regla und Casa blanca am Ostufer der Bahía de la Habana fahren immer noch. Es gibt strenge Sicherheitskontrollen, aber zwischen fünf und halb sechs sind sie noch nicht übertrieben streng. Es gab in der Vergangenheit Versuche, eine Fähre nach Miami zu entführen, was, wenn es geklappt hätte, eine abenteuerliche und langwierige Reise geworden wäre. Seitdem darf man keine Handfeuer- und blanken Waffen, Glasflaschen und Laptops mitführen. Das mit den Laptops habe ich nicht verstanden, denn soweit ich erkennen konnte, haben die alten Dieselbarkassen keinen USB-Anschluß.

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    18.02.2012, 14:00 Uhr

    Die Stadt des Lernens

    Simon Loidl
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    In aller Welt eingesetzte Lernunterlagen aus Kuba
    Am Donnerstag besuchten wir die Ciudad Escolar Libertad, eine am Stadtrand von Havanna gelegene Bildungseinrichtung, in der vorwiegend künftige Pädagoginnen und Pädagogen ausgebildet werden.
    Derzeit lernen und wohnen 1107 Studierende auf dem Gelände, das tatsächlich einer kleinen Stadt gleicht. Neben Häusern, in denen die Vorlesungen stattfinden, gibt es Kantinen, Wohnheime, Kulturzentren sowie großzügige Parkanlagen und Grünflächen. Außerdem ist hier auch das Alphabetisierungsmuseum untergebracht, in dem die heroische Episode der Ausrottung des Analphabetismus in Kuba im Jahr 1961 dargestellt wird.
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    17.02.2012, 19:00 Uhr

    Auf der Suche nach Lenin. Ein Vormittag in Regla

    Simon Loidl
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    Überall in Havanna zu finden: Kubas Nationalheld José Martí
    Havanna hat zwei Lenin-Denkmäler – bemerkenswert wenig für die Hauptstadt eines Landes, dessen Regierung sich auf die Lehren von Marx, Engels, Lenin und den kubanischen Nationalhelden José Martí beruft. Letzterer hingegen ist omnipräsent in Havanna.
    Martí-Büsten findet man an jeder Ecke, sie zieren Eingänge zu Museen und Behörden ebenso wie Parks oder das Schaufenster des Citröen-Autohauses im Stadtteil Vedado. Außerdem prägen Konterfeis von Camilo Cienfuegos und Che Guevara das Stadtbild. An zahlreichen Hauswänden sowie im Logo des Kommunistischen Jugendverbandes sind die beiden zusammen mit Julio Antonio Mella zu sehen, dem in den 1920er Jahren im mexikanischen Exil ermordeten kommunistischen Studentenführer.
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    16.02.2012, 20:00 Uhr

    Der freundliche Polizist

    Jörn Boewe
    Hasta la victoria siempre Dosenbier
    Una revolución popular: Bis zum endgültigen Sieg braucht das Volk schließlich auch was trinken
    Ich ging die Landstraße von der Cabaña-Festung Richtung Casablanca. Es war abends, die Buchmesse schloß langsam ihre Tore. Ich wollte die Fähre über die Bucht von Havanna nehmen. Mir sind Boote lieber als Busse oder Taxis, und die Seeluft über der Lagune schmeckt bessert als die Abgase im Tunnel, der die Hafeneinfahrt unterquert. Ich kam an eine Kreuzung und war mir nicht ganz sicher, wo ich lang mußte. Aber weil gerade Buchmesse war, stand heute an dieser ruhigen Kreuzung ein Polizist neben seinem Motorrad.
    "'n Abend", sagte ich. "Bin ich hier richtig nach Casablanca? Zur Fährlinie?"
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    16.02.2012, 19:00 Uhr

    Jeder Schüler will studieren. Kuba gehen die Arbeiter aus

    Andreas Köhn
    Wenn man in Havanna mit den an ihren Uniformen sofort erkennbaren Schulkindern spricht und diese nach ihrer beruflichen Zukunft befragt, möchten 90 Prozent der Grund- und Mittelschüler einen akademischen Beruf ergreifen. Die verbleibenden zehn Prozent wollen eher einen Job als Kraftfahrer oder Hotelportier, als in einer Fabrik arbeiten.
    Um dieser Fehlentwicklung entgegenzuwirken, werden zunehmend Berufsberatungen durchgeführt. Diese beginnen bereits in der Grundschule. Um Interessa an handwerklichen Tätigkeiten zu wecken, werden Workshops organisiert, in denen die Schüler z. B. Spielsachen aus Plastik- und Kartonabfällen herstellen. Die 24 Grundschulen der Hauptstadt führen dazu sogar einen Wettbewerb durch. Das Projekt wird auch von der UNESCO gefördert. Da diese und andere Workshopangebote nach der Schule stattfinden, wird damit auch der Jugendkriminalität und dem Alkoholmißbrauch durch eine sinnvolle Freizeitgestaltung entgegengewirkt.
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    16.02.2012, 18:00 Uhr

    Metal Cubano

    Simon Loidl
    Kuba hat eine lebendige Szene für harte RockmusikSon, Salsa, Rumba, Buena Vista Social Club – darauf beschränkt sich die kubanische Musik in der Welt der Reiseführer und Tourismusprospekte. Bereits ein kurzer Streifzug durch Havanna korrigiert diesen folkloristischen Blick.
    An allen Ecken der Stadt dröhnt aus Wohnungen, Bars oder aus kleinen Radios auf der Straße Reggaeton, bzw. Reguetón, die seit Jahren in ganz Lateinamerika boomende Mischung aus HipHop, Reggae und Dancehall. Ein etwas stiefmütterliches Dasein führt seit jeher die Rockmusik auf Kuba.
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    16.02.2012, 05:00 Uhr

    Obama, give me five

    Jörn Boewe
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    Frei Betto
    Seit 1998 sitzen fünf kubanische Staatsbürger im US-amerikanischen Strafvollzug. Unter dem Vorwurf der Spionage wurden sie vor einem Schwurgericht in Miami zu ungewöhnlich hohen Freiheitstrafen verurteilt. Reaktionäre exilkubanische Gruppen sorgten während des Prozesses für eine aufgeheizte Atmosphäre.
    Tatsächlich ging es dabei aber um "Spionage" einer etwas anderen Art. Mitte der 90er Jahre führten terroristische Gruppen der exilkubanischen Rechten mehrere Bombenanschläge auf touristische Einrichtungen in Kuba durch. Das Ziel: ein Klima der Angst zu erzeugen und in der Weltöffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, Kuba sei kein sicherer Ort für Urlauber.
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    16.02.2012, 02:00 Uhr

    Eine langjährige Kämpferin

    Simon Loidl
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    Raquel Lara vor dem jW-Stand
    Vor einigen Tagen hat uns Raquel Lara beim Buchmesse-Stand der jungen Welt besucht. Raquel war eine von zehntausenden Frauen, die während der Alphabetisierungskampagne in eigenen Frauenvereinigungen gearbeitet haben.
    Ihre Gruppe war zunächst für die statistische Erfassung der Analphabeten in Havanna zuständig. Dies war notwendig, um abschätzen zu können, welchen Umfang die Kampagne überhaupt haben müsse. Danach hat sie aber auch beim Lernprozess selbst mitgeholfen und einzelnen Frauen oder Gruppen die Kunst des Lesens und Schreibens beigebracht. Dies dauerte unterschiedlich lange, erzählt Raquel.
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    15.02.2012, 19:00 Uhr

    Miquis, Repas, Guapos

    Jörn Boewe
    Miquis, Repas, Guapos
    Schwierigkeiten in Havanna mit dem »Es-sich-leisten-können«
    Der Kampf um die Identität ist das große Thema von Kubas linken IntellektuellenAn die hundert Leute haben sich am letzten Samstag abend in einen kleinen Saal in der früheren Kommandantur Che Guevaras in Havanna gequetscht. Enrique Ubieta Gómez, Herausgeber der populären Kulturzeitschrift La Calle del Medio und zweifellos einer der agilsten politischen Intellektuellen des Landes, stellt sein neues Buch vor.
    Der Titel irritiert zunächst: »Kuba: Revolution oder Reform?« Plan oder Markt, Staat oder Privat, Demokratie oder Diktatur – all das wäre auf den ersten Blick näherliegend. Aber Ubieta setzt Themen, und als mit allen Wassern des Postmodernismus gewaschener Kulturwissenschaftler kriegt er jedesmal die Kurve, egal, aus welcher Einflugschneise er zu seinen intellektuellen Loopings ansetzt.
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    15.02.2012, 16:00 Uhr

    Kubas Kinder, Kubas Zukunft

    Bärbel Klüßendorf
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    Die Kinder in der Casa del Nino y la Nina
    Beim heutigen Besuch der »Casa del Nino y la Nina« im Zentrum Havannas war ich beeindruckt: Die Kinder, auf die wir dort trafen und die zwischen 10 bis 12 Jahre alt waren, kannten ihre Rechte laut UN-Kinderrechtskonvention von 1989 ganz genau. Kuba unterschrieb diese sofort. Was für eine »Diktatur«, in der die Bürger, - selbst schon die Kinder -, ihre Rechte kennen. Zum Beispiel das Recht auf Unversehrtheit, auf Bildung, auf eine saubere Umwelt, auf Geborgenheit und Liebe in der Familie, auf gesunde Ernährung, das Recht, seine Rechte zu kennen.
    Die deutsche Bundesregierung hatte die UN-Kinderrechtskonvention trotz Proteste zunächst nur unter ausländerrechtlichen Vorbehalten unterschrieben, nach denen das deutsche Ausländerrecht Vorrang vor Verpflichtungen der Konvention hat. Neben Österreich verhängte Deutschland Abschiebehaft gegen Kinder und Jugendliche. Nach Zustimmung des Bundesrates hat die Bundesregierung erst am 3. Mai 2010 beschlossen, die bei der Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention abgegebene Vorbehaltserklärung zurück zu nehmen.
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    15.02.2012, 10:00 Uhr

    Che Guevara und Leonardo Padura im Programm

    PL/jW
    Che Guevara an der Plaza de la Revolución in Havanna
    Che Guevara an der Plaza de la Revolución in Havanna
    Die ethischen und theoretischen Spuren, die der 1967 in Bolivien ermordete Ernesto Che Guevara hinterlassen hat, sind am heutigen Mittwoch Thema einer Veranstaltung im Rahmen der Buchmesse in Havanna, die von dem international bekannten Kulturinstitut Casa de las Américas angeboten wird.
    Unter dem Titel »Che Guevara – 45 Jahre Präsenz« soll es darum gehen, das Erbe des Comandante aus der Sicht von Persönlichkeiten verschiedener Länder Lateinamerikas und der Karibik zu beleuchten.
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    14.02.2012, 17:00 Uhr

    Zu Gast bei Fidel - Interview mit Katja Klüßendorf

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    Katja Klüßendorf war für die junge Welt zum »Treffen der Intellektuellen« bei Fidel Castro eingeladen

    Katja, du warst eine von den insgesamt vier Eingeladenen der Berliner Büro Buchmessen-Delegation zum »Treffen der Intellektuellen für den Frieden und die Bewahrung der Umwelt« am vergangenen Freitag. Die Veranstaltung hat 9 Stunden gedauert, das ist unheimlich viel.

    Ja, es ist unglaublich, welche Ausdauer, Aufmerksamkeit und Neugier Fidel Castro seinen Gästen entgegengebracht hat.

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    13.02.2012, 21:00 Uhr

    Harte Währung macht mich mürbe

    Jörn Boewe
    Touristentransport
    Touristentransport
    Ich bin viel zu Fuß und mit dem Bus unterwegs in dieser pulsierenden karibischen Metropole. Obwohl mein Spanisch etwas eingerostet ist und die Kubaner kein Español, sondern Cubañol  sprechen, komme ich schnell mit unterschiedlichsten Leuten ins Gespräch.
    Allerdings ist es ausgesprochen frustrierend, daß praktisch jede persönliche Unterhaltung in Havanna über kurz oder lang auf eines hinausläuft. Nein, nicht erotische Dienstleistungen, obwohl das auch ein omnipräsentes Thema ist. Generell entwickelt sich nahezu jede Unterhaltung, die in einer alltäglichen Situation beginnt, auf einen Punkt hinzu, an dem dein kubanischer Gesprächspartner an ein paar konvertible Pesos herankommen will.
  • Berichte
    13.02.2012, 19:00 Uhr

    Messe und Volksfest

    Simon Loidl
    Seit Freitag hat die am Abend zuvor offiziell eröffnete 21. Internationale Buchmesse auf dem Gelände der Fortaleza San Carlos de la Cabaña in Havanna ihre Pforten für die Besuchermassen geöffnet. In den mehr als 250 Jahre alten Gemäuern der unweit der Altstadt gelegenen Festung stellen hunderte Verlage aus aller Welt ihre neuesten Publikationen vor.
    Vor allem Lateinamerika ist natürlich stark auf der Buchmesse vertreten, wobei sich der Karibik-Schwerpunkt der diesjährigen Feria vorwiegend im Begleitprogramm niederschlägt. Jeden Tag finden Dutzende Lesungen und Buchpräsentationen statt.
  • Berichte
    13.02.2012, 18:00 Uhr

    Unmögliches versuchen

    Jörn Boewe
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    Selbsthilfe in Havanna: Ruben Font und Antonio González mischen Zement, um ihr Haus in der kubanischen Hauptstadt zu renovieren (Mai 2011)
    Kubas KP sieht Mentalitätswandel in den eigenen Reihen als notwendig für das Überleben der Revolution an. Ein Besuch im Zentralkomitee der PCC
    Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Kubas hat seinen Sitz in einem militärischen Sperrgebiet am Rande der Plaza de la Revolución im Zentrum der Hauptstadt Havanna. Da wir eine Einladung des Sekretärs der Internationalen Abteilung, Noel Carrillo Alfonso, haben, ist es uns möglich, das Gebäude zu betreten, aber fotografieren dürfen wir nicht.
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    13.02.2012, 17:00 Uhr

    Deutsch-Kubanische Beziehungen der anderen Art

    Marion Leonhardt
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    Frohes Wiedersehen in Angelas Garten
    Eine spannende Begegnung folgt der nächsten bei der diesjährigen Buchmesse. Alles ist aufregend und anregend, viele Diskussionen sowohl auf der Messe als auch mit unseren anderen Gesprächspartnern. Viel wird über die Aktualisierung des kubanischen Weges gesprochen.
    Dann heute ein „Herzenstermin". Wir sind bei Angela, Anna, Elena und Maria eingeladen. Die vier engen Freundinnen, die seit den Anfängen der kubanischen Revolution gemeinsam für sie kämpfen, sind die Hauptdastellerinnen in dem Dokumentarfilm »Zucker und Salz« von Tobias Kriele. Auf ihrer Filmrundreise durch Deutschland vor zwei Jahren haben wir sie kennengelernt: Herzlich, vital und voll Würde. Unser Besuch bei ihnen während der letzen Buchmesse war nicht nur wegen des Singewettstreits legendär, auch die guten Gespräche und die Heiterkeit sind uns in Erinnerung geblieben.
    Hahn im Korb
    Hahn im Korb
  • Blog
    12.02.2012, 17:30 Uhr

    Fernöstliche Begegnungen in Havanna

    Marion Leonhardt
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    Marion mit Pasquati Fang
    Es gibt Dinge und Menschen im Leben, die sind treue Begleiter. Sie tauchen ab und an auf, gehören irgendwie dazu, und es kommt einem gar nicht erst der Gedanke, daß es eines Tages nicht mehr so sein könnte.
    Ähnlich ist es mit dem chinesischen Austauschstudenten Pasquati Fang, der seit meiner ersten Buchmesse 2008 regelmäßig an unseren Stand kam. Ich erinnere mich noch gut an die erste Begegnung. Da stand er, bat um ein Gespräch und war bestens vorbereitet. Einen ganzen Fragenkatalog hatte er auf Spanisch und Englisch bei sich. Und nie werde ich die erste Frage vergessen: Welche Zeitung linker sei, das Neue Deutschland oder die junge Welt. Die Frage bekam er natürlich wie die weiteren auch beantwortet.
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    11.02.2012, 23:40 Uhr

    Für den Frieden und die Umwelt

    Katja Klüßendorf
    Fidel Castro mit Zuleica Romay
    Fidel Castro mit Zuleica Romay
    Fidel Castro empfing internationale Kulturschaffende zum Austausch über die aktuellen politischen Herausforderungen

    Zur Überraschung vieler lud Comandante Fidel Castro persönlich am Freitag im Rahmen der 21. Internationalen Buchmesse in den Palacio de Convenciones in Havanna zu einem „Treffen der Intellektuellen für den Frieden und die Bewahrung der Umwelt". Unter den rund 150 Gästen befanden sich die Kulturminister der sechs karibischen Staaten, ihre Amtskollegen aus Angola und Ecuador, internationale Intellektuelle wie der spanische Journalist Ignacio Ramonet, der Friedensnobelpreiträger Adolfo Pérez Esquivel aus Argentinien oder der brasilianische Befreiungstheologe Frei Betto.

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    11.02.2012, 16:00 Uhr

    Die Buchmesse als Volksfest

    Jörn Boewe
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    Sehr beliebt: Witzblaetter, hier als humor grafico bekannt
    Die Buchmesse von Havanna ist ein Ort des intellektuellen Austausches. Und genau wie im verflossenen osteuropäischen Sozialismus bekommt jede intellektuelle Debatte auf dem Gebiet von Kultur und Kunst sofort einen politischen Charakter von einer Intensität, wie es in westlichen bürgerlichen Demokratien unvorstellbar ist.
    In den Präsentationen der Sala Nicolás Guillén werden Probleme diskutiert, die der jüngste Schwenk der revolutionären Führung auf eine kontrollierte marktwirtschaftliche Öffnung mit sich bringt, gleich nebenan, in der Sala Nuestra América debattiert man über Kubas Platz in der fortschreitenden Globalisierung, über sein Verhältnis zu Lateinamerika und seinen unmittelbaren Nachbarn, den Karibikstaaten.
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