23.11.2007
Tristesse donauabwärts
Im Grenzgebiet zwischen Bulgarien und Rumänien herrscht nach dem Untergang der sozialistischen Ordnung Armut und Elend. Ein Reisebericht
Von Hannes Hofbauer
Der Nordwesten Bulgariens ist offensichtlich ein Randgebiet des
Landes. Hier sind viele der großen Agrarflächen fast 20
Jahre nach der häufig als glorreich empfundenen politischen
Wende unbebaut und liegen brach. Junge Menschen ziehen weg. Die
demographische Katastrophe, wie sie uns etwa in der Stadt Widin mit
ihren kilometerlangen, von Kapital, Management und Arbeitern
verlassenen Industrieanlagen begegnet, setzt sich die Donau
hinunter fort. Von Monat zu Monat woh...
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