Zum Inhalt der Seite

Anno …: 40. Woche

1856, 8. Oktober: Nachdem chinesische Beamte ein unter britischer Fahne fahrendes Schiff wegen des Verdachts auf Opiumschmuggel kontrollieren, erklärt Großbritannien dem Chinesischen Kaiserreich den Krieg. Der sogenannte Zweite Opiumkrieg, dem sich bald auch Frankreich anschließt, das auf die Vergrößerung seines Einflusses in Fernost hofft, dauert bis 1860. Er endet mit der Erweiterung der Rechte der imperialistischen Staaten in China und der Legalisierung des Opiumhandels.

1866, 3. Oktober: Als Ergebnis des Preußisch-Deutschen Krieges gliedert Preußen das Königreich Hannover seinem Staatsgebiet an. Des weiteren werden das Kurfürstentum Hessen, das Herzogtum Nassau und die Freie Stadt Frankfurt sowie kleinere Gebiete des Königreichs Bayern und des Großherzogtums Hessen annektiert.

1921, 5. Oktober: Die britische Schriftstellerin Catherine Amy Dawson Scott gründet in London den Autorenverband P. E. N. Die Schriftstellerorganisation, deren Kürzel für »Poets, Essayists and Novelists« (Dichter, Essayisten und Prosaautoren) steht, setzt sich zunächst für Frieden und Völkerverständigung ein und wird bald zu einem wichtigen Sprachrohr für freie Meinungsäußerung. PEN-Zentren existieren heute in über hundert Ländern.

1976, 6. Oktober: Nach dem Tod Mao Zedongs am 9. September kommt es zu einem Machtkampf innerhalb der Kommunistischen Partei Chinas und infolgedessen zur Verhaftung der sogenannten Viererbande (Jiang Qing, Zhang Chunqiao, Yao Wenyuan und Wang Hongwen), die maßgeblichen Einfluss auf den Verlauf der 1966 begonnenen Kulturrevolution genommen hat. In einer anschließenden Säuberungswelle werden zahlreiche ihrer Anhänger festgenommen und umgebracht.

1981, 6. Oktober: Der ägyptische Präsident Mohammed Anwar Al-Sadat wird während einer Militärparade von Vertretern einer islamistischen Gruppierung ermordet. Ein im Anschluss an das Attentat geplanter Aufstand wird niedergeschlagen. Sadats Nachfolger wird der bis 2011 regierende Hosni Mubarak.

1991, 3. Oktober: In Hünxe in Nordrhein-Westfalen werfen drei 18jährige Neonazis, nachdem sie zuvor den »Tag der deutschen Einheit« gefeiert hatten, Brandsätze auf ein Flüchtlingswohnheim. Einer der Brandsätze verletzt zwei Kinder schwer. Die Täter geben später an, durch die rassistischen Krawalle in Hoyerswerda motiviert worden zu sein. Im Mai 1992 verurteilt sie das Duisburger Landgericht wegen schwerer Brandstiftung und Körperverletzung zu Haftstrafen zwischen dreieinhalb und fünf Jahren.

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 01.10.2016, Seite 15, Geschichte

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!