08.06.2000
Versprecher häufen sich
Japan: Nach dem Premier übt sich auch Tokios Gouverneur in rechtsextremer Rhetorik
Von Josef Oberländer
Ishihara Shintaro, der Gouverneur von Tokio, steht nicht hinter dem japanischen Premierminister Mori Yoshiro zurück, wenn es um rechtsradikale Sprüche geht. Auch er entschuldigt sich im Anschluß gern und oft, nimmt aber dabei seine Äußerungen ebensowenig zurück wie Mori seine jüngste Feststellung, Japan sei ein »Land der Götter mit dem Kaiser im Zentrum«. »Sangoku-jin« heißt das Unwort, mit dessen Gebrauch Ishihara eine Welle des Protests losgetreten hat. Es wurde i...
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