Leserbrief zum Artikel Entfremdung durch Rassismus
vom 06.12.2011:
Kennen wir das nicht?
Die Kolonialverwaltung entdeckt, wie Fanon vermerkt, das Thema der Frauenemanzipation und instrumentalisiert es zur Aufrechterhaltung ihrer Hegemonie. »Die Besatzungsmacht möchte die gedemütigte, beiseite gedrängte, eingeschlossene Frau verteidigen. Man beschreibt die unermeßlichen Möglichkeiten der Frau, die leider vom algerischen Mann in ein träges, entwürdigtes (…) Objekt verwandelt worden ist. Das Verhalten des Algeriers wird als mittelalterlich und barbarisch denunziert. Mit unendlicher Akribie wird die Anklage vorbereitet. (…) Gesellschaften (…) für die Solidarität mit den algerischen Frauen werden gegründet. (…) Man (…) sorgt sich um die Unglücklichen, die dazu verdammt sind, ›Kinder in die Welt zu setzen‹.
Das Land, über das heute in dieser Weise geredet wird, fängt auch mit A an. Danke für die Erinnerung an einen bedeutenden Theoretiker.
Das Land, über das heute in dieser Weise geredet wird, fängt auch mit A an. Danke für die Erinnerung an einen bedeutenden Theoretiker.