Leserbrief zum Artikel Mit Marx auf Anpassungskurs?
vom 13.10.2010:
Nicht nur eine Form des Kapitalismus
Nicht nur eine Form des Kapitalismus
Man mag über verschiedene Aspekte der 13 Thesen des FDS vortrefflich streiten, sicher aber nicht über den Ansatz, dass es einer konkreten Würdigung des hiesigen Kapitalismus bedarf: Dazu nur kurz ein Verweis auf Elmar Altvater: "Kapitalistische Spielarten und "pluraler Marxismus":
Niemand wird behaupten, der Kapitalismus zu Adam Smith' Zeiten im späten 18. Jahrhundert und der Turbo-Kapitalismus des frühen 21. Jahrhunderts seien gleich. Und auch niemand wird bestreiten wollen, dass sich der deutsche, britische, US-amerikanische oder chinesische und südafrikanische Kapitalismus heute unterscheiden lassen. Daher setzt sich Marx im »Kapital« mit dem »Kapital im Allgemeinen« und dessen »Bewegungsgesetzen« keineswegs unabhängig von den historischen Unterschieden der kapitalistischen Gesellschaften auseinander....
Wenn man also anerkennt, dass es zwar allgemeine Bewegungsgesetze des Kapitalismus gibt, die auf der Ebene des Kapitals im Allgemeinen analysiert werden müssen, aber auch historische Kapitalismen, die sich beträchtlich unterscheiden können, und wenn man weiterhin davon ausgeht, dass es nicht nur einen Entwicklungspfad gibt, sondern deren viele, dann wird man auch akzeptieren müssen, dass Marxismus nur im Plural existieren kann...
Die historische Vielfalt des Kapitalismus ist obendrein die Bedingung seiner Flexibilität. Diese zeigt sich daran, dass der Gegensatz von Lohnarbeit und Kapital, das Geldverhältnis oder der Umgang mit der Natur, die internationalen Beziehungen und das System der politischen Regulation in ganz unterschiedlichen historischen Formen, also Institutionen und Akteurskonstellationen, organisiert werden können.
Soweit Altvater zu einem Aspekt, den Harry Nick bestreitet.
Man mag über verschiedene Aspekte der 13 Thesen des FDS vortrefflich streiten, sicher aber nicht über den Ansatz, dass es einer konkreten Würdigung des hiesigen Kapitalismus bedarf: Dazu nur kurz ein Verweis auf Elmar Altvater: "Kapitalistische Spielarten und "pluraler Marxismus":
Niemand wird behaupten, der Kapitalismus zu Adam Smith' Zeiten im späten 18. Jahrhundert und der Turbo-Kapitalismus des frühen 21. Jahrhunderts seien gleich. Und auch niemand wird bestreiten wollen, dass sich der deutsche, britische, US-amerikanische oder chinesische und südafrikanische Kapitalismus heute unterscheiden lassen. Daher setzt sich Marx im »Kapital« mit dem »Kapital im Allgemeinen« und dessen »Bewegungsgesetzen« keineswegs unabhängig von den historischen Unterschieden der kapitalistischen Gesellschaften auseinander....
Wenn man also anerkennt, dass es zwar allgemeine Bewegungsgesetze des Kapitalismus gibt, die auf der Ebene des Kapitals im Allgemeinen analysiert werden müssen, aber auch historische Kapitalismen, die sich beträchtlich unterscheiden können, und wenn man weiterhin davon ausgeht, dass es nicht nur einen Entwicklungspfad gibt, sondern deren viele, dann wird man auch akzeptieren müssen, dass Marxismus nur im Plural existieren kann...
Die historische Vielfalt des Kapitalismus ist obendrein die Bedingung seiner Flexibilität. Diese zeigt sich daran, dass der Gegensatz von Lohnarbeit und Kapital, das Geldverhältnis oder der Umgang mit der Natur, die internationalen Beziehungen und das System der politischen Regulation in ganz unterschiedlichen historischen Formen, also Institutionen und Akteurskonstellationen, organisiert werden können.
Soweit Altvater zu einem Aspekt, den Harry Nick bestreitet.