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Leserbriefe

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Leserbrief zum Artikel Friedlich, fröhlich, tot vom 26.07.2010:

"Friedlich, fröhlich, tot" - ein Genuss?

"Diesem Kommentar kann man nichts mehr hinzufügen" schreibt Leser Peter Seidel, um dann doch hinzuzufügen, unser Land sei in einem Zustand, "das jeder vernünftige Bürger daran verzweifeln kann". Sein verzweifeltes Jammern scheint mir nicht vernünftig, sondern so übeflüssig wie das Hinausposaunen des Ekels, den Herr Droste scheinbar beim Gedanken an Heilbronn im Besonderen und feiernde Techno-Fans im Allgemeinen empfindet.
Sein Hass auf die "Kondolenzkamarilla" ist eines, da möchte ich ihm nicht widersprechen. Aber wie Herr Droste schreibt hat das Inhumane viele Gesichter, eines richtet der Kommentator selbst gegen die Teilnehmer der Loveparade. Denen sei nur die Rolle von Brot-und-Spiele-Empfängern zugedacht, was für ihn allenfalls noch die Funktion des Telekommunikations-Kunden umfasst. Die Menschen sind aber nicht nur Kunden und Konsumenten, sie sind auch Schöpfer und Produzenten! Nach Herrn Drostes tiefschürfender Analyse bleibt ihm nur der Urteilsspruch "dumme Nuss", was Tod oder Verletzung wenn nicht selbst verschuldet so doch als verdient erscheinen lässt: ein zweifelhafter "ästhetischer Genuss", wie ein anderer Leserbriefschreiber in der heutigen Papierausgabe verlautet. Der zur weiteren Aufklärung -um also Sinn und Form zu geben und zu wahren- bitte noch die Information komplettieren möchte, wer ihm denn da beim Lesen fröhlich zugewinkt habe: war es nun Peter Panther oder doch bloss Paul Panzer?
Michael Brüning
Weitere Leserbriefe zu diesem Artikel:
  • Sommermärchen 2010

    Diesem Kommentar kann man nichts mehr hinzufügen. Er trifft genau den Zustand dieser unserer Republik. Doch leider ist unser Land in diesem Zustand, das jeder vernünftige Bürger daran verzweifeln ...
    Peter Seidel