Zum Inhalt der Seite

Leserbriefe

Liebe Leserin, lieber Leser!

Bitte beachten Sie, dass Leserbriefe keine redaktionelle Meinungsäußerung darstellen. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe zur Veröffentlichung auszuwählen und zu kürzen. Leserbriefe sollten eine Länge von 2000 Zeichen (etwa 390 Wörter) nicht überschreiten. Kürzere Briefe haben größere Chancen, veröffentlicht zu werden. Bitte achten Sie auch darauf, dass sich Leserbriefe mit konkreten Inhalten der Zeitung auseinandersetzen sollten. Ein Hinweis auf den Anlass Ihres Briefes sollte am Anfang vermerkt sein (Schlagzeile und Erscheinungsdatum des betreffenden Artikels bzw. Interviews). Online finden Sie unter jedem Artikel einen Link »Leserbrief schreiben«.

Leserbrief zum Artikel Und fertig ist der Lack vom 15.07.2010:

CD-Kauf ohne Jutebeutel

Entschuldigung, was soll das sein? Ein Verriß? Ziemlich erbärmlich, voller Klischees und ohne Argumentationslinie. Was bitte ist der Vorwurf? Dass dem Kollegen die Musik nicht gefallen hat und er nicht in der Lage war, die Texte zu verstehen? Na und? Wer wie der Autor, selbst ein Rapper, im Glashaus sitzt, sollte vielleicht nicht mit Steinen werfen.

Auch wenn das den einen oder anderen überfordert: Es gibt eben zig Projekte, deren Musik keine oder nur wenig strukturierte Arrangements aufweist. Manch einer soll das mögen. Es geht im konkreten Fall immerhin nicht darum, gefällige Pop-Schnitzelchen herzustellen, sondern u.a. um politische Aussagen und postmoderne Verweis- und Zitatesysteme, die einerseits genutzt, andererseits lustvoll durch den Kakao gezogen werden.

Ich kenne zwar diese Platte noch nicht, sondern nur die Vorgängerin "Nein, nein, das ist nicht der Kommunismus". Doch die hat mir wirklich gut gefallen. Der tantenhafte "Ich kann mit der Musik nichts anfangen"-Verriß mit der schlaumeierischen "Die Leute, die das hören, haben alle soundsoeine Frisur"-Attitüde hat mich jedenfalls bewogen, die CD zu kaufen.

PS: Ich besitze keinen einzigen Jutebeutel.
Horst Kulmann