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Leserbriefe

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Leserbrief zum Artikel Was war die DDR? vom 26.01.2010:

Starker Beitrag

Inge Viett hat mit vielem, was sie zur Sprache bringt, recht. Sie hat den Vorteil, vor 1989 beide Seiten gekannt zu haben, was mir, und mit mir Millionen von DDR-Bürgern, erst nach 1989/90 zu Teil wurde, heute jedoch nicht unbedingt mehr zum Vorteil gereicht. Die heutige BRD hat sich anders entpuppt, als sie es sich noch bis 1990 gewagt hätte. Ich nenne hier nur die "35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich". Heute gibt es in vielen Bereichen nicht einmal mehr Mindestlohn, statt dessen Sozialabbau auf breiter Front auf der einen und ständige Gier nach Maximalprofit auf der anderen Seite. Außenpolitisch der unverblümte Kurs des Krieges, dessen feige Offenbarung, genehmigt von einer Regierung, geführt von SPD und Grüne, gegen die SFR Jugoslawien nur der Anfang war. Es folgten der Irak und Afghanistan. Wer wird wohl der nächste Feind sein, den es unter Lügen zu vernichten gilt? Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen, war einst eine Losung in der DDR und: "...daß nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint...", hieß es einst in unserer Nationalhymne. Damit ist jetzt ein für allemal Schluß, spätestens, seit dem die US-Militärs im Zentrum Deutschlands ihr Hauptquartier neu errichten wollen. Der Krieg gehört wieder zum deutschem Alltag und der dumme deutsche Michel soll dies als eine "Selbstverständlichkeit" hinnehmen. Ja, die DDR ist in die Geschichte eingegangen. Ihr historischer Stellenwert wird jedoch nicht von den Siegern beurteilt, auch wenn sie dies ständig in diffamierender Weise tun möchten. Sie wird auch nicht mehr auferstehen. Ihre historischen Leistungen, sowohl innen- als auch außenpolitisch sind unbestreitbar. Eine große Mehrheit der Bevölkerung hat gern in ihr gelebt, genauso wie sich heute gern Völker und Staaten ihrer Solidarität erinnern. Das muß künftigen Generationen in ihrem Bestreben, die berühmten drei K (Konjunktur-Krise-Krieg) zu durchbrechen, mit auf den Weg gegeben werden!

Gerhard Hoffmann
Gerhard Hoffmann
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