Leserbrief zum Artikel »Hartz IV hat soziale Kälte gebracht«
vom 24.12.2009:
Unter Geiern
Es ist verrückt: Von den Geldern, die jährlich für Hartz IV ausgegeben werden (gute 20 Milliarden Euro), könnten genügend sozialvesicherungspflichtige Jobs geschaffen werden, mit denen die Menschen sogar in der Lage wären, in Würde zu leben. Aber nein, man pampert lieber diejenigen, die vorgeben, die Menschen wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern, nämlich die Geier der Armutsindustrie. Die verdienen sich eine goldene Nase, bekommen sie doch für jeden 1-Euro-Jobber bis zu 500.- Euro monatlich. Bleiben ihnen netto, nach Abzug der "Mehraufwandsentschädigung", 200.- bis 300.- Euro pro Nase. Da kommt ein hübsches Sümmchen zusammen, alles bezahlt aus Steuergeldern. Viele Einrichtungen sind extra dafür ins Leben gerufen worden. Wer ganz gerissen ist, erklärt den jeweiligen 1-Euro-Jobber für "eingliederungsresistent" oder "verhaltensauffällig" und kassiert mal locker das Doppelte.
Wer dieses Hartz IV-System sich ausgedacht und auch noch verabschiedet hat, war entweder nicht voll bei Verstand, oder er hat dieses Ausbeutungssystem des Menschen durch den Menschen bewusst gewollt.
Wer dieses Hartz IV-System sich ausgedacht und auch noch verabschiedet hat, war entweder nicht voll bei Verstand, oder er hat dieses Ausbeutungssystem des Menschen durch den Menschen bewusst gewollt.