30.09.2013
»Klein Adolf« vor Gericht
Im Münchner NSU-Prozeß wird der frühere hessische Verfassungsschützer Andreas Temme befragt. Nebenklage und Verteidigung dürften an ihn viele Fragen haben
Von Claudia Wangerin
Neben dem Mord an der Polizistin Michéle Kiesewetter gilt der an Halit Yozgat am 6. April 2006 in Kassel als rätselhaftester Fall in der Serie von Verbrechen, die inzwischen der rechten Terrorgruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) zugeordnet werden. Denn der damals 21jährige wurde in Anwesenheit eines Verfassungsschutzbeamten erschossen, der sich daraufhin nicht als Zeuge bei der Polizei meldete. Andreas Temme hatte angeblich nur aus privaten Gründen das ...
Artikel-Länge: 3985 Zeichen


