25.01.2013
Verschleppt und gefoltert
Der Menschenhandel auf dem Sinai ist ein brutales, aber lukratives Geschäft. Ägypten und Israel schauen weg
Von Annette Groth und Sofian Philip Naceur
Ägyptens Halbinsel Sinai, bekannt für Tourismushochburgen wie Sharm El-Sheikh und Traumstrände soweit das Auge reicht, gilt schon lange als rechtsfreier Raum. Nach dem Sturz des autoritären Herrschers Hosni Mubarak im Februar 2011 und der Machtübernahme durch eine von der Muslimbruderschaft dominierte Regierung unter Muhammad Mursi im Juni 2012 schien die Armee zunächst entschlossen, den Sinai wieder der Zentralregierung zu unterstellen. Erklärtes Ziel der neuen Reg...
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