Zum Inhalt der Seite

Protest gegen Stellenabbau in Berliner Bezirksämtern

Berlin. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat gegen geplante Stellenstreichungen in den Bezirksämtern protestiert. Anlaß war die Sitzung des Hauptauschusses des Berliner Abgeordnetenhauses am Mittwoch, der abschließend über das von der Senatsverwaltung für Finanzen vorgeschlagene Personalkonzept beraten sollte.

Die SPD-CDU-Koalition plant, die zwölf Berliner Großbezirke bis 2016 mit nur noch 20000 Vollzeitstellen auszustatten. Weitere 1450 Stellen sollen in diesem Zeitraum verschwinden. Laut ver.di muß man dazu derzeit nicht besetzte und nicht wieder zur Besetzung vorgesehene Stellen hinzurechnen. »Angesichts der jahrelangen Kürzungspolitik des Senats führt dieses Abbaukonzept in einigen Bezirken zum endgültigen Kollaps«, erklärte ver.di-Sekretärin Marion Kruck.

Der Abgeordnete Fabio Reinhardt (Piratenfraktion) sprach zu den Kundgebungsteilnehmern. Da die Veranstaltung unmittelbar vor dem Abgeordnetenhaus nicht genehmigt worden war, versammelten sich die Gewerkschafter eine Querstraße weiter, außerhalb der Bannmeile am Askanischen Platz.

(jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 13.09.2012, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!